Rot-Faschismus (auch Linker, bzw. Linksfaschismus, bzw. rot lackierte Nazis)

Oft werden Kommunisten mit Nazis gleichgestellt und somit die Opfer des Faschismus mit den Tätern auf eine Stufe gestellt. Das ist die Opfer=Täter-Theorie.

Wo liegt der Ursprung dieser Art der antikommunistischen Propaganda?

Wenn man in die Geschichte verschiedner Länder zurückblickt, gibt es viele Ursprünge dieser Opfer=Täter-Theorie und es tun sich viele Themenfelder auf. Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, wenn restlos auf diese einginge. So beschränkt sich dieser Beitrag auf die USA im Zusammenhang mit dem Kalten Krieg.

 

USA

Vor den Halbzeitwahlen 1946 beschimpften Vertreter der Republikaner die Demokratische Partei als red fascists („rote Faschisten“). Dies drückte ihre Ablehnung der Anti-Hitler-Koalition mit der Sowjetunion und der bisherigen Politik Franklin D. Roosevelts im aufkommenden Kalten Krieg aus. Das „Blackmailing“ (öffentliche Denunzieren mit Namenslisten) missliebiger Personen, vielfach von Schwarzen, Künstlern und Intellektuellen, als „red fascists“ verbreitete sich 1947 auch in Fernsehgesellschaften der USA. 1948 war „red fascists“ im McCarthyismus bereits ein gängiger Ausdruck für alle vermuteten Kommunisten und ihre Anhänger in allen gesellschaftlichen Bereichen der USA geworden, etwa in den Gewerkschaften, Universitäten und Medien.Nach der Entmachtung McCarthys 1954 gebrauchte J. Edgar Hoover, der Gründer und langjährige Leiter des FBI, die Begriffe „red fascists“ oder „communazis“ weiterhin für alle Personen, die er für Kommunisten hielt: darunter viele deutsche Antifaschisten, die in der NS-Zeit in die USA geflohen waren.

Der US-amerikanische Soziologe Lewis Samuel Feuer deutete die Neue Linke als „left wing fascism“ und erklärte diesen aus einem Generationenkonflikt. (Das Argument mit dem Generationenkonflikt ist auch in der (Alt-)BRD gängig.) Auch Irving Louis Horowitz kennzeichnete die Studentenbewegung der 1960er Jahre 1970 als neuen, linksgerichteten Faschismus. 1981 beschrieb Horowitz einen gegenwärtigen „left-wing fascism“ als „infantile Unordnung“. Er bezog sich dabei auf den Linksterrorismus, den er als Ergebnis der Ideen der Frankfurter Schule deutete. Der linke habe viel vom rechten Faschismus gelernt, sei aber urban und elitär. In ihm drücke sich ein Klassengegensatz in der Industriegesellschaft aus.

siehe auch Wikipedia

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