Warum lud Erich Honecker Helmut Schmidt ein?(1981)

Diese Frage vermag ich nicht zu beantworten. Vielleicht gibt es ehrliche Historikerinnen und Historiker, welche diese Frage beantworten können.

Döllnsee, Erich Honecker und Helmut Schmidt
1981 – Helmut Schmidt besucht Erich Honecker
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Von Bundesarchiv, Bild 183-Z1212-049 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Unverständlich ist das schon, weil ja Helmut Schmidt auf BRD-Seite der Initiator für die Stationierung der Atomraketen in der BRD war(„NATO-Doppelbeschluss“), die auf die sozialistischen Länder gerichtet waren.

Im Beitrag „Erich Honecker zwischen den Stühlen“ ist beschrieben, dass Erich Honecker der Zusage, dem Verbündeten Polen zu helfen die konterrevolutionären Umtriebe einzudämmen nicht nachkam, da gerade Helmut Schmidt zu Besuch war und die BRD, durch ihn vertreten, da wohl Druck machte.

Das ist ein Beispiel, wie es dem Westen mit der indirekten Strategie gelungen ist, die verbündeten sozialistischen Länder auseinander zu treiben.

Dass die Sowjetunion die DDR. z.B. bei Energielieferungen im Stich ließ, ist bekannt. Aber auch die anderen damaligen sozialistischen Länder wurden auseinander getrieben. Ein Teil der indirekten Strategie, der erfolgreich verlief.


Antwort von Dernier Crie auf Google+

Das ist ganz einfach zu erklären. Ende der 70er Jahre vereinbarten Genscher und die Sozialdemokraten mit den Konterrevolutionären in der Sowjetunion, die bekanntlich an den Hebeln der Macht saßen, hinter dem Rücken der DDR-Regierung eine DDR-Pflicht zur friedlichen Koexistenz. Der Befehl aus Moskau, sich mit der Bundesregierung ins Benehmen zu setzen, konnte nicht ignoriert werden. Also machten die DDR-Regierenden gute Miene zum bösen Spiel. Die „friedliche Koexistenz“ war der Hebel für den Todesstoß der Revolution.

 

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Helmut Schmidt

Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren und ist am 10. November 2015 in Hamburg gestorben.

helmut-schmidt-2013
Helmut Schmidt 2013
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Von Kremlin.ru, CC-BY 4.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Helmut Schmidt war eine Galionsfigur der BRD. Auch während seines Ruhesands wurde seinen Worten sehr viel Gewicht beigemessen. Als prominenter starker Raucher, gab es für ihn die Sonderregelung, dass er auch an Orten rauchen durfte, wo normalerweise Rauchverbot herrschte. In einer Kabarettsendung wurde das auch aufs Korn genommen.

Welche Politik betrieb Helmut Schmidt? Warum war er eine Gallionsfigur? Seine Worte hatten, auch während seines Ruhestandes, viel Gewicht. Er konnte sich Äußerungen leisten, die sehr umstritten sind und nicht als politisch korrekt gelten.

helmut-schmidt-2001
Helmut Schmidt 2001
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CC BY-SA 3.0,  Bild ist entsprechend verlinkt

 

Politische Positionen von Helmut Schmidt

 

Helmut Schmidt befürwortete Sozialabbau

Im Jahre 2005 bezeichnete Helmut Schmidt die Massenarbeitslosigkeit als das größte deutsche Problem. Seine Konsequenz daraus war, die „Agenda 2010“ von Gerhard Schröder zu loben. Die „Agenda 2010“ beinhalt Sozialabbau, wie wir es nun heute alle zu spüren bekommen. Helmut Schmidt hielt die „Agenda 2010“ für die Lösung des Problems des demografischen Wandels(die Gesellschaft wird immer älter). Ihm ging der Sozialabbau nicht weit genug. Schon 1997 sprach sich Helmut Schmidt für eine Deregulierung des deutschen Arbeitsmarktes aus, darunter die Einschränkung des Kündigungsschutzes. Die Zumutbarkeitskriterien für Arbeitslose sollten weiter verschärft werden und das Arbeitslosengeld II(Hartz IV) für mehrere Jahre nominal eingefroren werden(beziehungsweise real sinken). Den Flächentarifvertrag sah Schmidt als überholt an und forderte dessen weitgehende Abschaffung. Der Einfluss der nach seiner Ansicht zu mächtigen Gewerkschaften sollte vermindert werden. Als Ausgleich sollte nach Umsetzung dieses Sozialabbaus ein relativ niedriger Mindestlohn eingeführt werden. Außerdem sprach Helmut Schmidt sich für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit aus.

 

Helmut Schmidt befürwortete Kernenergie

Helmut Schmidt befürwortete die Kernenergie und war Gegner des Atomausstiegs, der unter der Regierung SPD-GRÜNE beschlossen wurde. Für ihn war die Ablehnung der Kernenergie durch die Bevölkerung für ein Produkt aus dem zweiten Weltkrieg und Holocaust hervorgegangen Angst vor Veränderungen.

 

Helmut Schmidt befürwortete Studiengebühren

Ein weiterer Konfliktpunkt mit der SPD war seine Befürwortung von allgemeinen Studiengebühren bei einer angemessenen Ausstattung des BAföG- und Stipendiensystems.

 

Helmut Schmidt zu politischen Strukturen in der BRD

Schmidt war bereits in den 1960er Jahren Anhänger der Einführung des Mehrheitswahlrechts in Deutschland, als diese Reform Teil der innenpolitischen Agenda der damaligen Großen Koalition war. Später sah er es dem Verhältniswahlrecht gegenüber immer noch als überlegen an, hielt aber den Erfolg eines neuen Anlaufs für eine Wahlrechtsreform für ausgeschlossen. Eine häufig geforderte Ausweitung von Volksabstimmungen lehnte Schmidt ab, da sie zu sehr von der Stimmung des Volkes abhängig seien. Weiterhin kritisierte er die Art der Parteienfinanzierung in Deutschland. Langfristig wünschte er sich die vollkommene Abschaffung der staatlichen Finanzierung und der Wirtschaftsspenden. Private Mitgliederbeiträge sollten nicht mehr von der Steuer abgezogen werden können.

 

Helmut Schmidt zum (bundes-)deutschen Föderalismus(Staatsaufbau im System von relativ selbstständigen Bundesländern)

Den (bundes-)deutschen Föderalismus bezeichnete Helmut Schmidt als Kleinstaaterei, auch wenn er sich zum Subsidiaritätsprinzip(mehr Eigenverantwortung)bekannte. Er fand den ständigen Wahlkampf im Wechsel in den einzelnen Bundesländern als lähmend für die Bundespolitik. Darum plädierte er für eine Zusammenlegung aller im Bund und Ländern anstehenden Wahlen auf einen einzigen Termin alle zwei Jahre, nach dem Vorbild der USA. Die Hauptstadt(nun Berlin) sollte finanziell gestärkt werden, wobei er eine dem Bund unterstellte und von ihm unterhaltene Hauptstadt(Bundesdistrikt), wie Washington, D.C. als das tragfähigste Modell sah.

 

Helmut Schmidt beklagte „deutsche Regulierungswut“

So beklagt er das Rauchverbot(logisch als starker Raucher) und das Dosenpfand u. a. mehr. Weniger Bürokratismus hört sich gut an. Weniger Regulierung macht aber den Weg für mehr kapitalistische Willkür frei.

 

Helmut Schmidt war gegen eine multikulturelle Gesellschaft

Die multikulturelle Gesellschaft bezeichnete Helmut Schmidt als „eine Illusion von Intellektuellen“. Mit einer demokratischen Gesellschaft sei das „Multi Kulti“ schwer vereinbar, so Helmut Schmidt. Es sei deshalb ein Fehler gewesen, das die BRD zu Beginn der 1960er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen einwandern ließ.

 

Helmut Schmidt war gegen die Volljährigkeit mit 18

In der Frage der Volljährigkeit war Helmut Schmidt immer gegen die Herabsetzung vom 21. auf das 18. Lebensjahr im Jahr 1975.(BRD)

 

Helmut Schmidt legte Wert auf Nichteinmischung

In der Außenpolitik legte Schmidt sehr großen Wert auf das Prinzip der Nichteinmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten. Kritisch bezog Schmidt Stellung zu so genannten humanitären Interventionen(irreführende Bezeichnung für Kriegsbeteiligung) wie auf dem Balkan: „Leider erleben wir, was das Völkerrecht angeht, im Augenblick nur Rückschritte, nicht nur bei den Amerikanern, sondern auch auf deutscher Seite. Was wir im Kosovo und in Bosnien-Hercegovina gemacht haben, verstieß eindeutig gegen das damals geltende Völkerrecht.“

Schmidt war Gegner des geplanten Beitritts der Türkei zur Europäischen Union. Er befürchtete, dass der Beitritt die außenpolitische Handlungsfreiheit der EU gefährden würde, sowie ferner, dass der Beitritt und die damit verbundene Freizügigkeit die seiner Ansicht nach dringend gebotene Integration der in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürger aussichtslos werden ließe.

Den G8-Gipfel in seiner heutigen Ausführung bezeichnete er als „Medienspektakel“ und forderte die Erweiterung um China, Indien, die großen Erdöl-Exporteure und die Entwicklungsländer.

 

Helmut Schmidt zur Klimapolitik

Helmut Schmidt nannte die Debatte um die globale Erwärmung im Juni 2007 „hysterisch überhitzt“. Einen klimatischen Wechsel gäbe es immer. Er sprach sich aber für eine Neuorientierung der Energiepolitik aus, da sie fossilen Reserven begrenzt seien und zudem der Klimaveränderung, soweit sie energiebedingt sei, entgegengewirkt werden müsse.

Als größte internationale Herausforderung der Zukunft bezeichnete er die globale Bevölkerungsexplosion und die damit verbundene Bewältigung von Ernährungs-, Energie- und Umweltschutzfragen.

 

Leben und Karriere

 

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Helmut Schmidt 2014
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Von Kleinschmidt / MSC, CC BY 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Als 17 jähriger Schüler wurde Helmut Schmidt 1936 wegen zu „flotter Sprüche“ aus der Marine-Hitlerjugend ausgeschlossen, in die er zwei Jahre zuvor mit seinem Schülerruderverein eingegliedert worden war.

Nach seinem Abitur im März 1937 leistete Helmut Schmidt einen sechsmonatigen Arbeitsdienst in Hamburg-Reitbock.

Am 01. Oktober 1937 wurde er zum Wehrdienst bei der Flakartillerie in Bremen-Vegesack eingezogen. Ab 1939 war er als Feldwebel der Reserve zur Luftverteidigung Bremens eingesetzt. Im Jahr 1941 wurde er als Leutnant der Reserve in das Oberkommando der Luftwaffe nach Berlin versetzt. Von August bis Ende 1941 diente Helmut Schmidt als Offizier in einer leichten Flakabteilung der 1. Panzer-Division an der Ostfront. Er war unter anderem zur Leningrader Blockade kommandiert worden und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Von 1942 bis 1944 war er Referent für Ausbildungsvorschriften der leichten Flakartillerie im Reichsluftfahrtministerium in Berlin und Bernau.

Als Angehöriger des Reichsluftfahrtministeriums wurde Oberleutnant Helmut Schmidt als Zuschauer zu den Schauprozessen des „Volksgerichtshofes“ gegen die Männer des Attentats vom 20. Juli 1944 abkommandiert. Angewidert vom Verhalten des Vorsitzenden Richters Roland Freisler ließ sich Helmut Schmidt von seinem vorgesetzten General von der Zuhörerschaft entbinden.

Ab Dezember 1944 wurde er als Batteriechef an der Westfront zunächst nach zunächst Belgien versetzt. Anfang 1945 äußerte er sich während einer Übung auf dem Flak-Schießplatz Rerik an der Ostsee kritisch über Reichsmarschall Hermann Göring und den Faschismus. Dafür wollte ein faschistischer Führungsoffizier Helmut Schmidt vors Kriegsgericht stellen. Der Prozess wurde verhindert, indem zwei vorgesetzte Generäle Helmut Schmidt durch ständige Versetzungen dem Zugriff der Justiz entzogen.

Im April 1945 geriet Helmut Schmidt in Soltau in der Lüneburger Heide in britische Kriegsgefangenschaft. In einem belgischen Gefangenenlager in Jabbeke nahm ihm der Vortrag von Heinz Bohnenkamp mit dem Titel „Verführtes Volk“ im Juni 1945 die letzten „Illusionen“ über den Faschismus. Am 31. August 1945 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.

Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft studierte Helmut Schmidt ab 1945 in Hamburg Volkswirtschaftslehre sowie Staatswissenschaft und beendete sein Studium 1949 als Diplom-Volkswirt. Im Anschluss war er bis 1953 bei der von Karl Schiller(später Finanz- und Wirtschaftsminister der BRD) geleiteten Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg tätig. Dort leitete er von 1952 bis 1953 das Amt für Verkehr.

Helmut Schmidt machte im Zusammenhang mit der Zeit des Faschismus die Aussage, Gegner des Faschismus gewesen zu sein. Am 1. Februar 1942 schrieb sein Vorgesetzter in der Beurteilung: Steht auf dem Boden der nat. soz. Weltanschauung und versteht es, dieses Gedankengut weiterzugeben.“ Auch die beiden anderen Beurteilungen in der Wehrmacht vom 10. September 1943, „einwandfreie nationalsozialistische Haltung“, und vom 18. September 1944, „Nationalsozialistische Haltung tadelfrei“, welche erst 2014 bekannt wurden, weisen ihn nicht als Gegner des Faschismus aus. In der Sendung „Menschen bei Maischberger“ in der Nacht vom 28. auf den 29. April 2015 wies er diesen Vorwurf als unsinnig zurück. In der damaligen Zeit sei es üblich gewesen, dass Kommandeure ohne Rücksicht auf die tatsächliche Gesinnung des Soldaten Gefälligkeitszeugnisse ausstellten. Ernst genommen habe diese Bescheinigungen weder der Beurteiler noch der Beurteilte.

Nach Gründung der Bundeswehr wurde Helmut Schmidt im März 1958 zum Hauptmann d. R. (der Reserve) befördert. Im Oktober/November 1958 nahm er an einer Wehrübung der ehemaligen „Iserbrook-Kaserne“ in Hamburg-Iserbrook teil. Noch während der Übung wurde er mit der Begründung er sei ein Militarist aus dem Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion abgewählt.

Unmittelbar nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1945 schloss sich Helmut Schmidt der SPD an. Hier engagierte er sich zunächst im Sozialistischen Deutschen Studentenbund(SDS). 1947/48 war er dessen Vorsitzender in der Britischen Besatzungszone. Von 1968 bis 1984 war Helmut Schmidt stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Von 1953 bis zum 19. Januar 1962 und von 1965 bis 1987 war Helmut Schmidt Mitglied des Bundestages der BRD. Nach seinem Wiedereinzug ins Parlament wurde er sofort stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1967 bis 1969 hatte er den Vorsitz der Fraktion inne. Vom 27. April 1967 bis 1969 leitete er den Fraktionsarbeitskreis Außenpolitik und gesamtdeutsche Fragen. Vom 27. Februar 1958 bis zum 29. November 1961 war er außerdem Mitglied des Europäischen Parlaments. Helmut Schmidt zog 1953 und 1965 über die Landesliste Hamburg, 1957 und 1961 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg VIII und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Bergedorf in den Bundestag ein.

Vom 13. Dezember 1961 bis zum 14. Dezember 1965 amtierte Helmut Schmidt als Senator der Polizeibehörde(ab Juni 1962 als Innensenator) der Freien und Hansestadt Hamburg. In diesem Amt erlangte er vor allem als Krisenmanager der Sturmflut 1962 an der Nordseeküste der BRD in der Nacht vom 16. Auf den 17. Februar 1962 Popularität und sehr hohes Ansehen. Er koordinierte den Großeinsatz von Polizei, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz und THW. Ohne gesetzliche Grundlagen legitimiert zu sein, nutze Helmut Schmidt seine Kontakte zur Bundeswehr und NATO, um mit Soldaten, Hubschraubern, Pioniergerät von Versorgungsgütern von Bundeswehr und Alliierten schnell und umfassende Hilfe zu ermöglichen. Helmut Schmidt schuf damit ein Vorbild für Bundeswehr und Militärressourcen im Rahmen von Amts- und Nothilfe bei Naturkatastrophen.

Im Januar 1963 ermittelte die Bundesstaatsanwaltschaft in Zusammenhang mit der Spiegel-Affäre gegen den Innensenator Helmut Schmidt wegen Beihilfe zum Landesverrat. Hintergrund war, dass Helmut Schmidt im Herbst 1962 der Bitte seines Studienfreundes Conrad Ahlers um Überprüfung von Auszügen des kurz vor der Veröffentlichung stehenden Artikels „Bedingst abwehrbereit“ auf strafrechtliche Veröffentlichungshindernisse nachkam. Das Verfahren wurde Anfang 1965 eingestellt.

Nachdem Helmut Schmidt 1965 erneut in den Bundestag einzog, stürzte ein Jahr später die unionsgeführte Regierung von Ludwig Erhard.

Die SPD bildete nun mit den Unionsparteien CDU/CSU die erste Große Koalition mit Kurt Georg Kiesinger (CDU) als Kanzler und Willy Brandt(SPD) als Vize-Kanzler und Außenminister. Helmut Schmidt, der aufgrund der Erkrankung Fritz Erlers kommissarisch den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion führte, übernahm nach Erlers Tod im Februar 1967 offiziell den Fraktionsvorsitz. Gemeinsam mit Rainer Barzel, dem Fraktionsvorsitzenden der Unionsparteien, spielte Helmut Schmidt eine wichtige Rolle in der Zeit der ersten Großen Koalition. Trotz der politischen Gegnerschaft bildete sich auf dieser Basis eine Freundschaft mit Rainer Barzel, die bis zu dessen Tod im Jahre 2006 bestehen blieb. Helmut Schmidt hielt im Bundestag beim Staatsakt für Rainer Barzel die Trauerrede.

Bonn, Bundeskanzler Brandt mit Bundeswehrführung

Verteidigungsminister Schmidt (zweiter von links) auf einer Begegnung von Brandt mit der Bundeswehrführung, 1969 (links: Johannes Steinhoff, rechts neben Brandt: Ulrich de Maizière

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Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F030710-0026 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Nach dem Wahlsieg der SPD bei der Bundestagswahl 1969 und der Vereinbarung der sozialliberalen Koalition mit der FDP berief der damalige Bundeskanzler Willy Brandt am 22. Oktober 1969 Helmut Schmidt als Bundesminister der Verteidigung. In seiner Amtszeit wurde der Grundwehrdienst von 18 auf 15 Monate verkürzt und die Gründung der Bundeswehruniversitäten in Hamburg und München beschlossen.

Am 07. Juli 1972 übernahm Helmut Schmidt nach dem Rücktritt von Professor Karl Schiller das Amt des Finanz- und Wirtschaftsministers. Nach der Bundestagswahl 1972 wurde dieses „Superministerium“ wieder geteilt. Die FDP stellte ab dem 15. Dezember 1972 den Bundeswirtschaftsminister. Helmut Schmidt blieb weiterhin Bundesfinanzminister.

Nach dem Rücktritt von Willy Brandt als Bundeskanzler wählte der Bundestag Helmut Schmidt am 16. Mai 1974 zum Bundeskanzler. In seine Amtszeit fielen die Ölkrise der 1970er Jahre und der Terrorismus der RAF.

 

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Brandt und Schmidt auf dem SPD-Parteitag 1978
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Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F039404-0012 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Helmut Schmidt war ein entschiedener Befürworter der Stromerzeugung aus Kernkraft. 1977 beabsichtigte seine Regierung die Errichtung einer Anlage zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen in Gorleben.

Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing, verbesserte Schmidt die Beziehungen der BRD mit Frankreich und verwirklichte entscheidende Schritte hin zur weiteren westeuropäischen Integration. So wurde kurz nach Schmidts Amtsübernahme der Europäische Rat etabliert, und auch die wirtschaftspolitisch bedeutendste Maßnahme seiner Regierungszeit ergriff er in Zusammenarbeit mit Giscard: die Etablierung des Weltwirtschaftsgipfels im Jahr 1975, der als informelle Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der bedeutendsten westlichen Demokratien geplant war, die Einführung des (West-)Europäischen Währungssystems und der (West-)Europäischen Währungseinheit (ECU) zum 1. Januar 1979, aus denen später die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion und der Euro hervorgehen sollten. Auf eine Idee Schmidts und Giscards ging auch die Gründung der Gruppe der 7 (G7) zurück.

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Schmidt und der französische Präsident Giscard d’Estaing 1977
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CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Während des Kalten Krieges wurde stets die Lüge aufgetischt, dass die Sowjetunion die westlichen Länder, darunter die BRD, bedrohen würde. Helmut Schmidt schloss sich da an und sah da Gefahren für das Rüstungsgleichgewicht, weil die Sowjetunion die SS 20-Mitelstrecekrakten besaß. Er befürchtete, dass die Sowjetunion Westeuropa angreifen könnte, ohne seine Schutzmacht USA in Mitleidenschaft zu ziehen, was folglich die Sicherheitsinteressen Westeuropas und der USA entkoppeln würde.

 

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Schmidt mit dem späteren Präsidenten der USA, Ronald Reagan, 1978
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Von Bundesarchiv_B_145_Bild-F054975-0009,_Bonn,_Helmut_Schmidt,_Ronald_Reagan.jpg: Gräfingholt, Detlefderivative work: Sir James (talk) – Bundesarchiv_B_145_Bild-F054975-0009,_Bonn,_Helmut_Schmidt,_Ronald_Reagan.jpg, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Helmut Schmidt befürwortete den „NATO-Doppelbeschluss“, also Atomraketen in Westeuropa, insbesondere in der BRD im Bundesland Rheinland-Pfalz aufzustellen. Scheinheilig beinhaltete das auch da Verhandlungsangebot mit der Sowjetunion (darum „Doppelbeschluss“). Dieser Beschluss rückte die Welt an den Rand eines Atomkrieges. Darum stieß dieser „NATO-Doppelbeschluss“ in großen Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung. Auch innerhalb der SPD war dieser „NATO-Doppelbeschluss“ umstritten.   Es entstand damals in der BRD eine große Friedensbewegung, die zum Großteil von den GRÜNEN getragen wurde.

Die Partei DIE GRÜNEN entstand während Schmidts Regierungszeit aus der damaligen wachsenden Umweltschutzbewegung. DIE GRÜNEN leisteten durch logistische und finanzielle Unterstützung einen entscheidenden Beitrag zur Konterrevolution in der DDR. Zwischenzeitlich sind DIE GRÜNEN zur Kriegspartei geworden

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Abkehr der SPD vom durch Helmut Schmidt initiierten „NATO-Doppelbeschluss“ zerfiel im Spätsommer 1982 die von ihm geführte sozial-liberale Koalition an Differenzen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik(Bundeshaushalt, öffentliche Verschuldung, Beschäftigungsprogramme). Am 17. September 1982 traten sämtliche FDP-Bundesminister(Hans-Dietrich Genscher, Gerhart Baum, Otto Graf Lambsdorff und Josef Ertl)zurück. Helmut Schmidt übernahm daher zusätzlich zum Amt des Bundeskanzlers noch das Amt des Bundesministers des Auswärtigen und führte die Regierungsgeschäfte ohne Mehrheit im Bundestag weiter.

Am 01. Oktober 1982 endete die Kanzlerschaft durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt. Mit den Stimmen der CDU/CSU und der Mehrheit der FDP-Fraktion wurde Helmut Kohl zu seinem Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers gewählt.

Auf dem Kölner Parteitag der SPD vom 18. Und 19. November 1983 stimmten von rund 400 Delegierten neben Schmidt nur 14 dem „Seeheimer Kreis“ zugehörige Delegierte für den „NATO-Doppelbeschluss“, darunter auch der frühere Verteidigungsminister Hans Apel.

Am 10. September 1986 hielt Helmut Schmidt seine Abschiedsrede im Bundestag und schied aus dem Parlament aus.

Seit 1983 war Helmut Schmidt Mitherausgeber der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach seiner Abwahl als Bundeskanzler übernahm er kein politisches Amt mehr, entfaltete aber eine rege publizistische Tätigkeit als Buchautor, Vortragsredner und gefragter Staatsmann.

Helmut Schmidt wirkte, auch als Gründer, in vielen Institutionen, die man heute als NGO(Nichtregierungsorganisation) bezeichnet.

Helmut Schmidt starb am 10. November 2015 im Alter von 96 Jahren in seinem haus in Hamburg-Langenhorn an einer Infektion, nachdem er zwei Monate zuvor wegen „Raucherbein“ behandelt werden musste. Am 23. November fand ihm zu Ehren ein Staatsakt im Hamburger Michel mit 1800 geladenen Gästen statt.

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Grabstein von Loki und Helmut Schmidt

 

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Von Abubiju – Eigenes Werk, CC0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

 

 

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Theodor Oberländer

Theodor Oberländer wurde am 01.Mai 1905 in Meiningen geboren und ist am 04. Mai 1998 in Bonn gestorben. Er war ein deutscher Agrarwissenschaftler, ein alter Nazi und betrieb „Ostforschung“. In der BRD war er weiterhin politisch tätig. Die Nazivergangenheit spielte keine Rolle. Von 1953 bis 1960 war er Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Natürlich waren da nur die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen gemeint. Von 1953 bis 1961 und von 1963 bis 1965 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Theodor Oberländer
Theodor Oberländer(1952)

 

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Von Bundesarchiv, Bild 183-23645-0002 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Theodor Oberländer war auch in der BRD umstritten. Doch für die antikommunistische Staatsdoktrin umzusetzen, kamen in der BRD die alten Nazis gerade recht.

Theodor Oberländer, der evangelischen Glaubens war, wurde bereits 1920 Mitglied der völkischen Jugendorganisation „Adler und Falken“.

1923 machte er das Abitur und studierte von 1923 bis 1927 Agrarwissenschaft in München, Hamburg und Berlin mit einem Abschluss als Diplomlandwirt.

1923 wurde Oberländer in München Mitglied der Studentenverbindung „Greif“ in der „Deutschen Gildenschaft“ und wechselte 1925 zur Skuld in Königsberg.

Im Rahmen einer Wehrsportübung in Forstenried nahmen er und weitere Mitglieder der Gilde am 09. November 1923 am Hitlerputsch in München teil. Für den Hitlerputsch saß Oberländer vier Tage in Haft.

Er wurde danach vorübergehend Mitglied der rechtsextremen paramilitärischen Vereinigung „Bund Oberland“ und des „Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes“.

1923 und 1924 leistete Oberländer je fünf Monate als Zeitfreiwilliger bei einem Infanterieregiment der Reichswehr ab und nahm regelmäßig an Reserveübungen teil. 1933 war er Feldwebel der Reserve, 1937 Leutnant der Reserve.

1928 folgte ein halbjähriger Aufenthalt in der Sowjetunion als Mitarbeiter der DRUSAG(Deutsch-russische Saatbau AG) (Die Aktiengesellschaft wurde 1922 gegründet und existierte bis 1933 in deutscher Trägerschaft mit sowjetischer Beteiligung. Die Sowjetunion stellte 7.000 ha landwirtschaftliche Fläche bei Kropotkin im Kubangebiet zur Verfügung. Die DRUSAG sollte auf einer landwirtschaftlichen Versuchsfläche neues Saatgut und effiziente Anbaumethoden testen. Von deutscher Seite wurden ca. 40 Landwirtschaftsfachleute, vor allem von der Universität Königsberg entsandt. Bekannter Mitarbeiter war der spätere Bundesminister Theodor Oberländer. Leiter vor Ort war ab 1927 Dr. Fritz Dittloff. Es kam zu Streitigkeiten mit den örtlichen Behörden. Die kollektivierten Flächen in der Sowjetunion warfen kleinere Erträge ab, als die Versuchsfläche der DRUSAG. Die örtlichen Behörden warfen der DRUSAG Ausbeutung der Arbeitskräfte vor. Die DRUSAG behauptete, während der großen Hungerkatastrophe in der Ukraine, das die deutschen Mitarbeiter versucht hätten Hilfe zu leisten. 1933 wurde die deutsche Konzession der DRUSAG von der Sowjetunion übernommen.)

Am 02. März 1929 wurde Theodor Oberländer in Berlin zum Dr. agr. promoviert.

Er ging danach als Volontär an das Institut für Ostdeutsche Wirtschaft. Dort wurde er zum Doktor der Staats- und Wirtschaftswissenschaften promoviert.

1930 bis 1931 folgte ein eineinhalbjähriger landwirtschaftlicher Aufenthalt in der Sowjetunion, in China, Kanada und den USA, wo er bei „Ford“ arbeitete.

Anfang Oktober 1931 kehrte er als Assistent an das Institut für Ostdeutsche Wirtschaft in Königsberg zurück. 1932 hatte er erfolglos zum Reichsleiter der „Deutschen Gildenschaft“ kandidiert. Daraufhin spaltete er(bis zum April 1933)die eigene „Hohensteiner Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hochschulgilden“(HAG)ab. Er fungierte als deren „Beauftragter“. 1958 trat er der wiedergegründeten Deutschen Gildenschaft wieder bei.

Am 01.Mai 1933 trat Oberländer in die NSDAP(die Nazipartei)ein. (Mitgliedsnummer 2.331.552)

Ebenfalls 1933 wurde er im Range eines Obersturmführers Mitglied der SA.

Vom 01. Juli 1933 bis zum 01. Juni 1937 war er in leitender Position(Gauamtsleiter des Gau-Grenzlandamtes) Mitglied der faschistischen Gauleitung von Ostpreußen.

Am 26. Mai 1933 wurde Oberländer Leiter der Landesgruppe Ostpreußen des neugegründeten faschistischen „Bundes Deutsches Osten“ . Auf persönlichen Vorschlag von Rudolf Hess wurde er am 08. Oktober 1934 Leiter dieser Organisation. Auf einer BDO-Tagung in Bochum unter Oberländers Vorsitz, bei der auch Hitler zugegen war, kam es zu derart wüsten antipolnischen Ausfälligkeiten einiger Redner, dass darüber dem polnischen Außenministerium berichtet wurde. BDO-Chef Oberländer war federführend an den Germanisierungsmaßnahmen der ostpreußischen Gauleitung in Masuren beteiligt.

Im Januar 1934 wurde Oberländer „Dozent für Ostfragen“ beim Außenpolitischen Amt der NSDAP und hielt Vorträge vor Nazi-Funktionären.                                                                          1934 wurde Oberländer Leiter des Landesverbandes Ostpreußen des faschistischen Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA).                                                                     Am 13. Juli 1934 wurden im litauischen Memelgebiet die beiden örtlichen Naziparteien wegen Hochverrates verboten. Ihren Führern wurde in Kaunas der Neumann-Sass-Prozess (14. Dezember 1934 bis 26. März 1935) gemacht, der für internationales Aufsehen sorgte. In der Anklageschrift wurde Oberländer als „Berater für Ostfragen“ der NSDAP identifiziert, der von Ostpreußen und Berlin aus auf zahlreiche Personal- und Sachentscheidungen Einfluss nahm und im Memelland einen Putsch nach dem Muster Österreichs mit vorbereitet hatte. Für Oberländers Mitwirkung am Fememord an dem memelländischen Nazi-Funktionär Georg Jesuttis, wie 1935 von Emigranten behauptet, gibt es keine Belege. Nach Verkündung der Urteile hielt Oberländer auf einer VDA-Veranstaltung eine Drohrede gegen Litauen.

Über seine Aufenthalte in der Sowjetunion (1930, 1932 und 1934) verfasste er Berichte an „politische und militärische Stellen“. Sein Zusammentreffen mit Karl Radek 1934 soll einer der Anklagepunkte im Prozess gegen Radek 1937 gewesen sein.

Von 1933 bis 1937 war Oberländer als Leiter des Gaugrenzlandamtes für die Überwachung der nationalen Minderheiten in Ostpreußen zuständig und organisierte durch BDO und VDA im angrenzenden Ausland ein Netzwerk aus Informanten (Bund heimattreuer Posener, Bund heimattreuer Ost- und Westpreußen und andere), das allein in Polen aus 300 Personen bestanden haben soll. Bereits in dieser Zeit arbeitete Oberländer mit der Abwehr und dessen Abteilung II (Sabotage und Sonderaufgaben) zusammen.

Am 31. März 1936 stellte Oberländer bei der Reichsleitung der NSDAP wegen seiner Teilnahme am Hitlerputsch den Antrag auf Verleihung des Blutordens. Der Antrag wurde abgelehnt, weil Oberländer sich nach 1923 nicht weiter in der NSDAP engagiert hatte. Aber wie wir sehen ist er nach wie vor ein Faschist geblieben. Außerdem ist dieser Antrag „ein starkes Stück“.

Nach dem Ende seiner Partei- und Verbandskarriere wurde Oberländer 1937 von der Abwehr angeworben. Bis 1943 war er für die Abteilung II (Sabotage und Sonderaufgaben) tätig.

Am 2. Oktober 1937 beorderte das Reichskriegsministerium Oberländer zur Verwendung als Osteuropaexperte nach Berlin, wo er sich bis zum 31. Januar 1938 aufhielt, während dieser Zeit war er formal wegen zweier „Reserveübungen“ von seiner Lehrtätigkeit beurlaubt.

Am 1. Februar 1937 wurden VDA und BDO der neugegründeten Volksdeutschen Mittelstelle der SS unterstellt, die nunmehr die gesamte politische Arbeit unter den Volksdeutschen bündeln sollte. Da Oberländer der SS zu eigenwillig und nicht linientreu genug erschien, beendete im Frühjahr 1937 eine innerparteiliche Intrige zwischen SS und Ostpreußens Gauleiter Koch seine Karriere. Oberländer musste aber auf Anweisung Kochs den Gau verlassen.

Am 31. Juli 1937 entband der Leiter der Volksdeutschen Mittelstelle, Werner Lorenz, nach entsprechenden Eingaben durch Gauleiter Koch Oberländer außerdem von sämtlichen Funktionen in VDA und BDO. Oberländers Partei- und Verbandskarriere war damit beendet, er stand bis Kriegsende unter Beobachtung des SD und galt offiziell als politisch „etwas zweifelhaft“.

In Königsberg machte Oberländer schnell akademische Karriere bis zum Zerwürfnis mit Gauleiter Erich Koch im Jahr 1937. Am 1. März 1933 wurde er zu Direktor des Instituts für Osteuropäische Wirtschaft. Am 17. Dezember folgte die Habilitation. Am 01. April 1937 erhielt er die Professur für osteuropäische Wirtschaft in Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät in Königsberg. 1933 bis 1934 hielt er auch agrarwissenschaftliche Vorlesungen an der Technischen Hochschule Danzig.

Im September 1937 musste Theodor Oberländer auf Betreiben der ostpreußischen Gauleitung die Königsberger Universität verlassen, wogegen er, ohne Erfolg, gerichtlich vorging. In einem Schreiben vom 22. Dezember 1937 meldete das Reichserziehungsminsiterium an Rudolf Hess, Oberländers Professur in Königsberg habe „in weitgehendem Umfange“ lediglich politischen statt wissenschaftlichen Charakter gehabt und man habe ihn an die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald versetzt, wo er in Zukunft nichts mehr mit Ostforschung zu tun haben werde. Durch Ministererlass vom 12. November 1937 wechselte Oberländer bis 1940 an die Universität Greifswald, wo er Mitdirektor des Staatswissenschaftlichen Seminars wurde.

Erstaunlich: Selbst unter den Nazis war Theodor Oberländer umstritten.

Von Ende Mai bis Mitte August 1939 folgten erneute Beurlaubungen zu „Reserveübungen“, diesmal zur Abwehrstelle II in Schlesien „zur Durchführung besonderer Aufgaben, verbunden mit einer Auslandsreise“. Diese Geheimdienstfiliale bildete zu dieser Zeit Einheiten in Zivil aus, die während des Überfalls auf Polen unter anderem im Oberschlesischen Industriegebiet Objekte besetzten. Ebenso lieferte sie die polnischen Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, die beim Überfall auf den Sender Gleiwitz verwendet wurden. Hier wurde der Anlass für den II. Weltkrieg geschaffen. Dass konkrete Belege zu Oberländers Tätigkeit in diesem Zusammenhang bislang fehlen, ist nicht verwunderlich.

Zum 01. Oktober 1940 wechselte Oberländer als o. Professor(ohne Lehrstuhl) an die deutsche Karl-Ferdinands-Universität. Am 15. Januar 1941 wurde er zum Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät ernannt. Am 29. Mai. 1941 übernahm er zusätzlich als Kommissar die Juristische Fakultät der von den Deutschen geschlossenen Karls-Universität Prag. Er hatte dafür zu sorgen, die von den tschechischen Angestellten „die Wiederaufnahme der Arbeiten nicht zur Durchführung eines versteckten Lehrbetriebes missbraucht wird“(Schreiben von Karl Hermann Frank(Der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, in Vertretung) vom 29. Mai.(Nr. 21-01.144/41)eingegangen an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Deutschen Karls-Universität in Prag am 13. Juni 1941(Geschäftszahl 514)

Anfang 1941 war Oberländer, jetzt Oberleutnant der Reserve, bei der Abwehrstelle II in Krakau als „Sachverständiger für ukrainische Fragen“ tätig. In dieser Eigenschaft war er im Auftrag des OKW an Verhandlungen mit den ukrainischen Nationalisten(das waren nichts anderes, als Faschisten) unter Stepan Bandera beteiligt.

Am 8. Mai 1941 trat Oberländer seinen Dienst beim Bataillon „Nachtigall“ an, einer Einheit aus polnischen und französischen Kriegsgefangenen ukrainischer Nationalität, die der Abwehr unterstand. Oberländer fungierte als Ausbilder, Dolmetscher und „Sachverständiger für die Behandlung fremden Volkstums“ und stand dem Befehlshaber der Einheit, Oberleutnant Albrecht Herzner, als Verbindungsoffizier zur Seite.

Nachdem bekannt wurde, dass die Westukraine nicht unabhängig, sondern ab 1. August 1941 Teil des deutschen Generalgouvernements werden sollte, wurde die Einheit unzuverlässig, und Desertionen häuften sich. Am 25. Juli 1941 inspizierte Admiral Canaris die Einheit in der Nähe von Winniza und befahl am 30. Juli ihre Auflösung. Oberländer begleitete die Einheit zurück nach Krakau, wo sie am 15. August entwaffnet und interniert wurde.

Oberländer blieb als Verbindungsoffizier der Abwehr II beim AOK XVII der Heeresgruppe Süd in Poltawa in dieser Zeit soll er auch die Bildung der Sabotageeinheit „Tamara II“ betreut haben.

Am 14. Oktober 1941 erhielt Oberländer den Befehl zur Aufstellung und Ausbildung einer weiteren Geheimdienst-Einheit, des „Sonderverbandes Bergmann“, deren Kommandeur er bis 1943 war. Die Einheit wurde aus sowjetischen und französischen Kriegsgefangenen kaukasischer Herkunft rekrutiert und sollte durch Eroberung des Kreuzpasses die Besetzung Georgiens sichern, wozu es aber nicht kam.

„Bergmann“ wurde von November 1941 bis Juli 1942 in Neuhammer und Mittenwald (Gebirgs- und Winterkampfschule) ausgebildet, erreichte am 25. August 1942 Pjatigorsk und war dann bis zum 11. Januar 1943 im Nordkaukasus eingesetzt. Oberländer wurde ein Frontabschnitt bei Naltschik zugeteilt, von wo aus er außerdem Widerstandsgruppen bekämpfte und Anschläge und Sabotageaktionen hinter den feindlichen Linien durchführte. Anfang Oktober 1942 wurde Oberländer durch General von Kleist mit der Kontrolle der Kriegsgefangenenlager im Nordkaukasus beauftragt, in die er Beobachter entsandte. Laut sowjetischen Quellen wurde Oberländer später beschuldigt, sich persönlich für die Verschlechterung der Haftbedingungen sowjetischer Kriegsgefangener eingesetzt zu haben, um diese zur Kollaboration zu zwingen. Oberländer stritt die Anschuldigungen ab und behauptete das Gegenteil.

In Oberländers Einsatzbereich führte die SS-Einsatzgruppe D unter Walther Bierkamp Massenmorde an der jüdischen Bevölkerung durch. Am 19. August und am 20. September 1942 wurden bereits 850 Bergjuden in der Nähe von Mosdok ermordet, weitere 1000 fielen den Deutschen im Oktober 1942 in Naltschik in die Hände, die zum Tragen des Judensterns und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Oberländer, der von der SS als Sachverständiger hinzugezogen wurde, bezeugte, dass die Bergjuden rassisch gesehen keine wirklichen Juden, sondern lediglich konvertierte Kaukasier seien, so dass die SS auf ihre Ermordung bis zum deutschen Rückzug verzichtete.

Da Oberländers Einheit mittlerweile nicht mehr „Abwehrmäßig eingesetzt“ war, gab die Abwehr sie Mitte Dezember 1942 an das Oberkommando des Heeres (OKH) ab. Nach dem Rückzug der Wehrmacht aus dem Kaukasus wurde sie auf die Krim verlegt, wo sie nordöstlich von Sewastopol zur Bekämpfung von Widerstandsgruppen eingesetzt wurde.

An seine Vorgesetzten verfasste Oberländer als Abwehr-Offizier fünf Denkschriften (Oktober 1941 bis November 1942)bzw. als Offizier der Wehrmacht drei weitere (März bis Juni 1943) Die Denkschriften wurden in Ostministerium und Wehrmacht in größeren Stückzahlen weiterverbreitet, zwei davon wurden Hitler persönlich vorgelegt. 1987 wurden sechs der Denkschriften von der Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt unter dem Titel „Der Osten und die deutsche Wehrmacht“ veröffentlicht. In ihnen bekannte er sich ausdrücklich zu Hitlers Kriegszielen: Trennung der eroberten Gebiete von der Sowjetunion (S. 93) unter Ausschaltung des Judentums (S. 94) und Schaffung eines von Deutschland geführten Großraums Europa (S. 109). Die Deutschen seien das „zur Führung berufene Volk“ (S. 109). Zudem müsse der Kaukasus von Deutschland erobert werden, um diesen Großraum „im Kampf gegen Bolschewismus und Amerikanismus“ blockadefest zu machen (S. 43, 48). Deutsche „Siedlungsziele“ seien am besten „so zu stecken, daß bei einem Optimum an neuem Volksboden möglichst wenige Völker von ihnen betroffen werden und dadurch in Gegensatz zu uns geraten“ (S. 114–115).

Oberländer appellierte als Faschist an das „staatsmännische Genie des Führers“ (Seite 107 bis 108), einen Politikwechsel zu veranlassen. Er übte scharfe Kritik an der Besatzungspolitik seines Rivalen Erich Koch. Theodor Oberländer lehnte den pauschalen Rassismus gegenüber der osteuropäischen Bevölkerung ab. Er fand dort Bevölkerungsanteile mit den Nazis als wertvoll geltenden nordischen Menschen. Außerdem wollte er die Leute, die kollabarationswillig waren nicht für die faschistische Seite verlieren.

Oberländers Denkschriften, vor allem die letzte vom 22. Juli 1943, wurden zwar in Ostministerium und Armee positiv aufgenommen und weiterverteilt, wurden aber von SS, OKW und Erich Koch als anmaßend und zersetzend angesehen. Nun ja Rivalität zwischen den Nazis.

Am 4. August 1943 wurde Oberländer ins Führerhauptquartier befohlen, wo ihm das Kommando über seine Einheit entzogen wurde. Die Einheit Bergmann wurde aufgelöst und in drei separate Bataillone aufgeteilt. Zurück auf der Krim verabschiedete sich Oberländer am 22. August 1943 von seiner Einheit und kehrte nach Prag zurück.

Von Prag aus wurde er zu einem Lehrgang an die Bataillonsführerschule Antwerpen geschickt und dann am 11. November 1943 ohne offizielle Angabe von Gründen aus der Wehrmacht entlassen.

Im Herbst 1943 wurde Oberländer Direktor des Instituts für Wirtschaftswissenschaften und Vorsitzender des Prüfungsamtes für Volkswirte, Kaufleute und Handelslehrer an der Karl-Ferdinands-Universität. Mit Kriegsende 1945 endete auch die akademische Tätigkeit Oberländers.

Oberländer widmete sich vor dem Hintergrund seiner agrarwissenschaftlichen Tätigkeit vor allem der Ostforschung. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt den deutschen Herrschaftsanspruch über den osteuropäischen Raum wissenschaftlich zu untermauern. Es gründeten sich entsprechende Forschungsgesellschaften, wo Oberländer in leitenden Positionen tätig war.

In seinen Publikationen behauptete Theodor Oberländer, dass Für ganz Europa(…) das Anschwellen der gesamtslawischen Bevölkerung zu einer ernsten Gefahr werden“ könne. Theodor Oberländer: „Der Bevölkerungsdruck im deutsch-polnischen Grenzgebiet“(in Volksbund für das Deutschtum im Ausland, Hrsg.: „Deutsche Arbeit“, Heft 10, Oktober 1936)

Eine weitere Gefahr stelle das Judentum dar, das in Osteuropa den Kommunismus verbreite. Theodor Oberländer: „Der Bolschewismus als weltpolitische Macht und Gefahr“, in: Karl Haushofer, Gustav Fochler-Hauke(Hrsg.): „Welt in Gärung“, Breitkopf und Härtel 1937, s. 206, 209, 213. Vortrag Oberländers im Juni 1937, wörtlich zitiert in Michael Burleigh: Germany turn eastwards. A study of Ostforschung in the Third Reich. Cambridge 1988, S. 146.

Vor allem sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Peter Heinz Seraphim veröffentlichte dazu mehrere antisemitische Schriften, von denen einige unter Oberländers Mitwirkung herausgegeben wurden.

Nach dem Polenfeldzug setzte Oberländer sich für die kompromisslose ethnische Säuberung des von Deutschland annektierten Westpolens ein. Er hielt sie für „eine absolute Notwendigkeit, wenn die Reinerhaltung der Rasse gewährleistet sein soll.“ Am 27. Juni 1940 begann im besetzten Polen die erste Arbeitstagung des Instituts für Deutsche Ostarbeit Krakau, die von Generalgouverneur Frank persönlich eröffnet wurde und bei der NODFG-Vorstandsmitglied Oberländer als einer von elf geladenen faschistischen Hochschuldozenten referierte.

Im Oktober 1944 wurde er Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der bolschewistischen Weltgefahr“ im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg der NSDAP, die jedoch bis Kriegsende nur eine einzige Fachtagung abhielt (Prag, 31.Oktober bis 2. November 1944).

 

Karriere nach 1945:

Von 1945 bis 1946 befand sich Oberländer in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Danach war er zunächst als Landarbeiter im Kreis Uelzen und später als Geschäftsführer der Samenzuchtfirma TERRA in Bayern tätig. Aus amerikanischen Akten geht hervor, dass er bis 1949 für US-Geheimdienste Nachrichten aus Osteuropa auswertete und selbst noch bis mindestens 1954 überwacht wurde. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als „entlastet“ eingestuft. Diese Entnazifizierungsverfahren wurden auch spöttisch, nach der Waschpulvermarke, als „Persilschein“ bezeichnet. Denn nach diesem Verfahren wurden viele Nazis „reingewaschen“.

1948 wurde er zunächst Mitglied der FDP. 1950 gehörte er zu den Mitbegründern des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) und wurde sogleich Landesvorsitzender des BHE in Bayern. Von 1951 bis 1955 gehörte Oberländer dem GB/BHE-Bundesvorstand an und war zuletzt von 1954 bis 1955 dessen Bundesvorsitzender. Von 1950 bis 1953 gehörte Oberländer über die Liste des BHE dem Bayerischen Landtag an. Vom 3. Januar 1951 bis zum 24. Februar 1953 war Oberländer Staatssekretär für Flüchtlingsfragen im bayerischen Staatsministerium des Innern.

Oberländer wurde 1953 Mitglied des Deutschen Bundestages, dem er bis 1961 angehörte. Bei der Bundestagswahl 1953 zog er über die bayerische Landesliste des BHE ins Parlament ein, bei der Bundestagswahl 1957 als direkt gewählter CDU-Abgeordneter des Wahlkreises Hildesheim.

Am 20. Oktober 1953 wurde er als Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geführte Bundesregierung berufen. Am 1. Februar 1954 wurde das von ihm geleitete Ministerium in Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte umbenannt. Als Minister förderte er entscheidend die Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge in die BRD. Gleichzeitig trat er für die Wiederherstellung des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 ein.

Am 12. Juli 1955 verließ er gemeinsam mit Waldemar Kraft und anderen (Gruppe Kraft/Oberländer) die GB/BHE-Bundestagsfraktion. Am 15. Juli 1955 schloss er sich gemeinsam mit dieser Gruppe als Gast der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. 1956 traten die Mitglieder der Gruppe Kraft/Oberländer der CDU bei und wurden am 20. März 1956 auch Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Bei den Christdemokraten bekleidete Oberländer von 1958 bis 1964 die Funktion als Vorsitzender des Landesverbandes Oder-Neiße. Das war ein fiktiver revanchistischer CDU-Landesverband, der später in eine andere Revanchistenorganisation umgewandelt wurde.

Am 29. April 1960 gab es in der DDR einen Prozess gegen Theodor Oberländer. Er wurde wegen der Erschießung mehrere tausend Juden und Polen in Lemberg(II. Weltkrieg) zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Oberländers Anwalt, Friedrich Wolff, wollte seine Nazi-Karriere als bedeutungsloses Mitläufertum abtun. Damit hatte er jedoch keinen Erfolg.

Berlin, Oberländer-Prozess
Urteilsverkündung gegen Oberländer vor dem Obersten Gericht der DDR am 29. April 1960
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Von Bundesarchiv, Bild 183-72704-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Berlin, Schreiben Einleitung Verfahren gegen Oberländer
Aufruf zur Anklage Theodor Oberländers von Vertretern aus Kultur und Wissenschaft der DDR
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Von Bundesarchiv, Bild 183-70094-0003 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Nach der Verurteilung lehnte Bundeskanzler Adenauer ein Rücktrittsangebot Oberländers zunächst noch ab. Nachdem die SPD jedoch einen Untersuchungsausschuss über die Vergangenheit Oberländers beantragt hatte, trat er schließlich am 04. Mai 1960 nach Erreichen der Pensionsberechtigung unter Zurückweisung der Vorwürfe zurück. Zuvor prozessierte er gegen seine Gegner. Diesen Prozessen widmete er sich auch als Pensionär.

Bei der Bundestagswahl 1961 verfehlte Oberländer als Kandidat auf der niedersächsischen Landesliste der CDU seinen Wiedereinzug in den Bundestag, rückte jedoch später für die verstorbene Abgeordnete Elisabeth Vietje nach und gehörte bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahre 1965 dem Bundestag an.

In den 1970er Jahren engagierte sich Oberländer in der „Gesellschaft für freie Publizistik“ und im „Verein für das Deutschtum im Ausland“. 1981 trat er als Mitunterzeichner des „Heidelberger Manifestes“, eines ausländerfeindlichen Pamphlets, in Erscheinung, das sich gegen eine weitere Zuwanderung nach Deutschland aussprach.

Die Akten der BStU(Bundesbeauftragter für die „Stasi“-Unterlagen) sagen aus, dass Zeugenaussagen gefälscht und Verteidigerrechte beschnitten worden wären. Darauf darf man nichts geben. Die BStU ist eine tendenziöse Institution, die den Auftrag hat, den Antikommunismus als Staatsdoktrin zu pflegen und zu verbreiten. Zeitzeugen haben herausgefunden, dass die BStU selbst Akten fälscht, bzw. verfälscht.

Nach der Annexion der DDR hob das Landgericht Berlin am 28. November 1993 das Urteil des Obersten Gerichts aus der DDR von1960 auf.

Im Mai 1998 beendete die Kölner Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen gegen Oberländer wegen der ihm zur Last gelegten Kriegsverbrechen in Lemberg und im Kaukasus.

kgb-dokument-zu-aktivitaten-oberlanders-und-des-ukrainischen-nachtigall-bataillons-1959
KGB-Dokument zu Aktivitäten Oberländers und des ukrainischen „Nachtigall“-Bataillons(1959)
Bildquelle:
Von Soviet KGB – http://memorial.kiev.ua/images/stories/2008/02/nachtigal/007.jpg Original source: ГДА СБУ фонд 1, опис 4 за 1964 рік, порядковий номер 3, том 5, аркуш 195 Розсекречено: 24/376 від 05.02.2008 р., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Theodor Oberländer ist der Vater des Historikers Erwin Oberländer. Sein Enkel ist der Japanologe Christian Oberländer.

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren und ist am 05. Mai 1977 in Bonn gestorben.

Ludwig Erhard mit seinem Buch
Ludwig Erhard mit seinem Buch „Wohlstand für alle“
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Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F004204-0003 / Adrian, Doris / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Von 1949 bis 1963 war er Wirtschaftsminister der BRD und galt in dieser Funktion als Vater des „Wirtschaftswunders“ und der „sozialen Marktwirtschaft“, also des abgemilderten Kapitalismus. Von 1963 bis 1966 war er der zweite Bundeskanzler der BRD.

Ludwig Erhard
als Wirtschaftsminister, 25. April 1963
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Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F015320-0001 / Patzek, Renate / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,  Bild ist entsprechend verlinkt

 

Erhard besuchte in Fürth die Volks- und Realschule und begann danach eine Lehre als Weißwarenhändler. Im Frühjahr 1916 schloss er diese als Einzelhandelskaufmann ab.

Danach nahm Erhard als Soldat der Bayrischen Armee am Ersten Weltkrieg teil. Er war 1916/17 mit dem 22. Feldartillerie-Regiment in Rumänien und 1918 an der Westfront eingesetzt und wurde Ende September 1918 bei Ypern schwer verwundet. 1919 schied er als Unteroffizier und Offiziersaspirant aus dem Militärdienst aus.

Aufgrund der Folgen der Kriegsverwundung war langes Stehen im väterlichen Geschäft nicht mehr möglich. So ging Erhard in die Wissenschaft.

Von 1919 bis 1922 studierte Erhard an der Handelshochschule Nürnberg und erwarb einen Abschluss als Diplom-Kaufmann. Anschließend absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Soziologie an der Universität Frankfurt. Hier erfolgte im Dezember 1925 seine Promotion bei Franz Oppenheimer über „Wesen und Inhalt der Werteinheit“ . Die Promotion war eine kritische Reflexion zur Arbeitswerttheorie des Doktorvaters. Die Note war „gut“.

Erst im Jahre 1928 konnte Erhard beruflich wieder Fuß fassen. Das Geschäft seines Vaters hatte die Inflationszeit nicht überlebt. Erhard wurde Assistent beim Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware an der Handelshochschule in Nürnberg. Gründer des Instituts war drei Jahre zuvor der Nationalökonom Wilhelm Vershofen. Vorbild war das amerikanische National Bureau of Economic Research. Zu dessen Pedant entwickelte sich bald das Berliner Institut für Konjunkturforschung. Es geht unter anderem auf Erhard zurück, dass das Nürnberger Institut sich in der Zeit des Faschismus auf die Marktforschung für Industriekunden verlegte. Von 1928 bis 1942 war er als wissenschaftlicher Assistent, später als stellvertretender Leiter beim Institut tätig. Seit 1933 wirkte er als Lehrbeauftragter an der Nürnberger Handelshochschule. Im Oktober 1932 forderte er, die Verbrauchsgüterproduktion zu fördern. Er trat für eine Wettbewerbswirtschaft und freie Marktpreisbildung ein.

Die Handelshochschule hatte seit 1931 das Habilitationsrecht, und Erhard versuchte sich an dem überaus ambitionierten Thema „Die Überwindung der Wirtschaftskrise durch wirtschaftspolitische Beeinflussung“. Das Manuskript ist durch seinen Nachlass bewahrt geblieben. Biograf Hentschel, selbst Wirtschaftshistoriker, meint, Erhard tauge dem Habilitationsversuch zufolge nicht als wissenschaftlicher Nationalökonom, da ihm die formale Strenge und die Fähigkeit fehlten, klare und schlüssige Gedanken zu fassen und unter Hinweis auf die verwendeten Quellen argumentativ miteinander zu verbinden. Die Ursachen der damaligen Weltwirtschaftskrise habe Erhard logisch unschlüssig gedeutet, die Lösung der akuten Probleme sei verfehlt gewesen. Der Staat solle in die Produktion eingreifen und die Wirtschaft besser lenken, da dies Einzelinteressen nicht zuzutrauen sei. Wie der Staat dies tun solle, erklärt Erhard aber nicht. „Das Ganze wäre bei straffer Gedankenführung in knapper Diktion auf fünf Seiten abzutun gewesen.“ Dies sei aber nicht Erhards Sache gewesen, der 141 Seiten schrieb und dabei seinen Gedanken freien Lauf gelassen habe.                                                                                                                                   Später behauptete Erhard, die Faschisten hätten ihn an der Habilitation gehindert. Diese aber hätten, so Hentschel, kein inhaltliches Problem gesehen, selbst wenn Erhard das Manuskript ohne Apparat eingereicht hätte. In der Zeitung des Instituts äußerte sich Erhard beispielsweise positiv über die faschistische Zwangskartellierung, denn sie beuge den Schäden des „artfremden Preiskampfes“ vor.

Im Namen der Nürnberger Handelshochschule organisierte Erhard 1935 als wissenschaftlicher Assistent von Wilhelm Vershofen das erste Marketing-Seminar Deutschlands. Dies wurde damals „Absatzwirtschaftlicher Kurs“ bezeichnet und war der Grundstein für die Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft den GfK e.v.  Aus diesen entstanden später die NAA GmbH und die GfK AG. Außerdem war er als wirtschaftspolitischer Berater zur Integration der annektierten Gebiete Österreich, Polen und Lothringen tätig.

Von 1942 bis 1945 leitete er das von ihm gegründete „Institut für Industrieforschung“, das von der „Reichsgruppe Industrie“ finanziert wurde. Ab Ende 1942 beschäftigte sich Erhard mit der ökonomischen Nachkriegsplanung. 1944 verfasste er im Auftrag der „Reichsgruppe Industrie“ für das Institut seine Denkschrift „Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung“. In dieser stellte er Überlegungen zum Neuaufbau der Wirtschaft nach dem Krieg an. Er empfahl unter anderem einen Währungsschnitt.

 

Karriere nach 1945:

Als parteiloser Wirtschaftsfachmann gelange Erhard rasch in hohe politische Ämter. Ludwig Erhard war einige Monate lang Wirtschaftsreferent in seiner Heimatstadt Fürth, bevor er im Oktober 1945 von der amerikanischen Militärregierung in die von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner(SPD) geführte Bayrische Staatsregierung zum Staatsminister für Handel und Gewerbe berufen wurde. Nach den Wahlen im Dezember 1946 musste er dieses Amt niederlegen.

1947 leitete die Expertenkommission „Sonderstelle Geld und Kredit“ bei der Verwaltung der Finanzen der britisch-amerikanischen Zone(Bizone) und war in dieser Funktion mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut.

1947 wurde er Honorarprofessor an der Universität in München und 1950 zusätzlich an der Universität in Bonn.

Am 2. März 1948 wurde Erhard auf Vorschlag der FDP zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und zeichnete damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Erhard wurde erst fünf Tage vor dem geplanten Termin von den West-Alliierten über den Zeitpunkt der bevorstehenden Währungsreform am 20. Juni 1948 informiert. Einen Tag vor der Reform ließ er über den Rundfunk verkünden, Zwangsbewirtschaftung und Preisbindungen seien für einen ersten Bereich industrieller Fertigprodukte aufgehoben. Erhards Entscheidung, die dann mit dem „Leitsätzegesetz“ vom 21. Juni 1948 bestätigt wurde, gilt manchem als ein früher Beitrag zum späteren „Wirtschaftswunder“. Doch gab es ähnlich rasanten Aufschwung auch in anderen Industrieländern ohne Währungsreform und mit dauerhafter Wirtschaftslenkung.

Erhards Wirtschaftspolitik war zunächst heftig umstritten und nicht direkt von Erfolg gekrönt. Die Reformen führten zu hohen Preissteigerungen. Am 12. November 1948 riefen die Gewerkschaften einen Generalstreik aus. Auch in den Printmedien erfuhr Erhard heftigen Gegenwind. So kommentierte Marion Gräfin Dönhoff im Sommer 1948 in der ZEIT: „Wenn Deutschland nicht schon eh ruiniert wäre, dieser Mann mit seinem vollkommen absurden Plan, alle Bewirtschaftungen in Deutschland aufzuheben, würde das ganz gewiss fertigbringen. Gott schütze uns davor, dass der einmal Wirtschaftsminister wird. Das wäre nach Hitler und der Zerstückelung Deutschlands die dritte Katastrophe.“ Erst das einsetzende Wirtschaftswachstum zu Beginn der 1950er Jahre schien seinen Kurs zu bestätigen.

Als Direktor der Verwaltung für Wirtschaft suchte Erhard 1949 die Rückgabe der durch die Nazis „arisierten“ Porzellanfirma Rosenthal Porzellan AG an die Familie des Unternehmensgründers Philipp Rosenthal durch Intervention bei den US-Militärbehörden zu verhindern. Erhard hatte einen Beratervertrag mit der Rosenthal AG und erhielt jährlich 12.000 DM. Der US-Geheimdienst stufte ihn ab diesem Zeitpunkt als bestechlich ein. Die Ludwig-Erhard-Stiftung hält diese Darstellung für zweifelhaft.

Nach der Bundestagswahl 1949 wurde Erhard am 20. September 1949 als Bundesminister für Wirtschaft in die von Bundeskanzler Adenauer geführte Bundesregierung berufen.

Ludwig Erhard gilt als Vertreter des Ordoliberalismus, der im Wesentlichen von Walter Eucken in dessen Werk „Grundlagen der Nationalökonomie“ aus dem Jahre 1939 geprägt wurde. Im Ordoliberalismus kommt dem Staat die Aufgabe zu, einen Ordnungsrahmen für den freien Wettbewerb zu erzeugen, in der die Freiheit aller Wirtschaftssubjekte(auf voneinander) geschützt wird. Aus dieser Schule hatten besonders Wilhelm Röpke und Leonard Miksch unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftspolitik im ersten Jahrzehnt der BRD. Als zweites wirtschaftliches Konzept hatte die von Alfred Müller-Armack entworfene Soziale Marktwirtschaft grundsätzlichen Einfluss auf die junge Bundesregierung. Kurz und gut kann man diese Wirtschaftskonzepte als geregelten und abgemilderten Kapitalismus bezeichnen. Diese Wirtschaftsordnung prägt die BRD bis heute und gilt immer noch dem Sozialismus als überlegen. Doch so nach und nach bröckelt dieses Modell des Kapitalismus.

Erhard war einer der beliebtesten Politiker der 1950er Jahre. Er galt für viele als Vater oder Schöpfer des Wirtschaftswunders der BRD. Sein Markenzeichen war der stets Zigarre rauchende Wirtschaftsminister.

Landtagswahlkampfreise Bundeskanzler Erhard
Ludwig Erhard 1966 mit Zigarre
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Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F022484-0016 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Als überzeugter Verfechter des Kapitalismus trug Erhard harte Auseinandersetzungen mit Konrad Adenauer aus. Adenauer war kein Sozialpolitiker, sondern schlau, damit die Menschen in der BRD zufrieden gestellt werden und folglich sich nicht für ein anderes System interessierten. 1947 gab es Streit um die Rentenreform Das bestehende Umlageverfahren, also der sogenannte Generationenvertrag, lehnte Erhard als nicht zukunftsfähig ab. Diese Diskussion kennen wir ja heute zur Genüge. Damals setzte sich Adenauer aber durch und so haben wir (noch) unser Rentensystem als Umlageverfahren. Dass bereits Ludwig Erhard die Rentenversicherung in ihrer, noch bestehenden, heutigen Form abschaffen wollte, wird nicht bedacht, wenn er als Vater des Wohlstands präsentiert wird.

Nach der Bundestagswahl 1957 ernannte Adenauer Ludwig Erhard als Vizekanzler. Am 24. Februar schlug Adenauer die Kandidatur Erhardts für das Amt des Bundespräsidenten vor. Das wurde von Erhardt aber abgelehnt. Nach der Bundestagswahl 1961 wurde Erhard erneut Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Als er 1962 während der SPIEGEL-Affäre hätte Kanzler werden können, enttäuschte er seine Anhänger durch seine Zögerlichkeit.

Nach Adenauers Rücktritt am 15. Oktober 1963 wurde Erhard, seit 1957 bereits Vizekanzler, am folgenden Tag zum Bundeskanzler gewählt. Viele, allen voran Adenauer, glaubten, dass er als Kanzler ungeeignet sei.

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Ludwig Erhard in der Kanzlergalerie

Ludwig Erhard, Porträt von Günter Rittner, 1974, Kanzlergalerie Berlin

 

Bildquelle:
Von Günter Rittner – Eigenes Werk by Günter Rittner, CC BY 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

So wurde Erhard mehrheitlich als Zwischenlösung gesehen mit der Hauptaufgabe, einen Wahlsieg bei der Bundestagswahl am 19. September 1965 zu erringen.

Erhards Regierungszeit gilt als glücklos.

Als Abgeordneter war er von 1949 bis zu seinem Tode im Jahre 1977 Mitglied des Bundestages. Von 1949 bis 1969 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ulm ins Parlament ein. 1972 und 1976 über die CDU-Landesliste Baden-Württemberg. Sowohl 1972 als auch 1976 oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des Bundestages der BRD.

1967 gründete er die „Ludwig-Erhard-Stiftung“, die seine wissenschaftlichen und Wirtschaftsordnungs-Vorstellungen wissenschaftlich und publizistisch weiter pflegen soll. Außerdem war er erster Vorsitzender des Kuratoriums der „Hermann Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentarischen Textforschung“(1964-1977), das die Arbeit des Instituts für Neutestamentarische Textforschung in Münster fördert.

Rückblickend äußerte er sich kurz vor seinem Tod zu seinem wirtschaftspolitischen Schaffen, insbesondere zur Unterbindung der Aufblähung des öffentlichen Sektors und der rapide anwachsenden Staatsverschuldung: „Ich habe als Bundesminister 80 Prozent meiner Kraft dazu verwenden müssen, gegen ökonomischen Unfug anzukämpfen, leider nicht durchweg mit Erfolg.“

Solche Sprüche wie „schlanker Staat“ usw. die wir heute kennen, sind in diesem Sinne. Das heiß nichts anderes, als Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wir wissen ja, das dass oft nichts Gutes gebracht hat. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn uns Ludwig Erhard als Vater des Wohlstandes präsentiert wird.

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Ludwig Erhard auf der Rückseite einer Zwei-DM-Münze

 

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Von Bundesbank – Scan, Gemeinfrei,  Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Erhard starb am 05. Mai 1977 an Herzversagen in Bonn. Am 11. Mai 1977 fand aus Anlass seines Todes ein Staatsakt im Plenarsaal des Bundestages statt. Er wurde auf dem Bergfriedhof in Gmund am Tergernsee bestattet.

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Ludwig Erhards Grabstätte in Gmund am Tegernsee

 

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Von Luthermütze – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Ludwig Erhard ist bis heute eine Galionsfigur der BRD.

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Briefmarke anlässlich des 100. Geburtstages von Ludwig Erhard
Bildquelle:
Von Professor Ernst Jünger, für das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post AG – http://philatelie.deutschepost.de/philatelie/informationen/archiv/jahrgaenge/97/970203.jhtml, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel