Operation Unthinkable

Operation Unthinkable (Operation Undenkbar) war der Name eines im Mai 1945 vom britischen Premierminister Winston Churchill in Auftrag gegebenen Kriegsplans, der die militärische Unterwerfung der damaligen Sowjetunion durch Großbritannien und die USA zum Ziel hatte. Der Plan wurde vom britischen Chiefs of Staff Committee als militärisch undurchführbar eingestuft und daher letztlich fallen gelassen. (Dazu kann man sagen, die Welt hat schwer Glück gehabt, dass diese Chefs den Plan abgelehnt haben. Der Zweite Weltkrieg gerade zu Ende und es sollte gleich der Dritte Weltkrieg folgen? Was hätte dann das für ein Elend gegeben?)

Der ausgearbeitete Plan wurde Churchill am 22. Mai 1945, zwei Wochen nach der deutschen Kapitulation, vom Chief of Staff, Lt. Gen. Sir Hastings Lionel Ismay, übergeben und am 8. Juni 1945 und 11. Juli 1945 ergänzt. Als Termin für den Angriff auf die Sowjetunion wurde der 1. Juli 1945 festgelegt. Geplant war der Einsatz von britischen und US-Truppen. Circa 47 Divisionen der Westalliierten (ungefähr 50 % der in Deutschland stationierten Truppen) sollten gegen die Rote Armee im Bereich Dresden vorrücken. Wegen der hohen zahlenmäßigen Überlegenheit der Roten Armee beabsichtigte man außerdem die Wiederbewaffnung von ca. 100.000 Soldaten der besiegten deutschen Wehrmacht. Zum Zeitpunkt des Sommers 1945 hatten die Sowjets eine Überlegenheit an Soldaten von 4:1 und an Panzern von 2:1.

Der als „streng geheim“ eingestufte Plan wurde 1998 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein furchtbarer Plan. Ein Horror darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn diese Chefs den Plan nicht abgelehnt hätten.

 

Einzelne Textpassagen

Wikipedia

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Winston Churchill

Sir Winston Churchill, geboren am 30. November 1874 in Woodstock(England), gestorben am 24. Januar 1965 in London gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts.

 

Churchill während der Potsdamer Konferenz 1945
Churchill während der Potsdamer Konferenz 1945

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„Bundesarchiv Bild 183-14059-0005, Potsdamer Konferenz, Winston Churchill“ von Bundesarchiv, Bild 183-14059-0005 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – bitte auf´s Bild klicken

Er war von 1940 bis 1945 und von 1951 bis 1955 Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte er bereits mehrere Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Ersten Lords der Admiralität und des Innen- und des Finanzministers. Darüber hinaus trat er als Autor politischer und historischer Werke hervor und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Aufgrund der langen Karriere von Winston Churchill beschränkt sich dieser Artikel auf die Jahre, die seine Rolle im Kalten Krieg beschreiben.

Mit seinem Außenminister Anthony Eden besuchte er vom 9. bis 19. Oktober 1944 Moskau. Trotz der Erfolge der britischen und amerikanischen Truppen fürchtete er weiterhin, dass die Rote Armee schneller und weiter nach Mitteleuropa vorstoßen könnte als die Westalliierten. Daher verabredete er mit Stalin eine Aufteilung Mittel-, Ost- und Südosteuropas in Interessensphären. Rumänien, Bulgarien und Ungarn wurden dem sowjetischen Einflussbereich zugeordnet, Griechenland dem britischen. In Jugoslawien wollten beide Mächte ihren Einfluss teilen. Churchill einigte sich mit Stalin ferner auf die Curzon-Linie als Polens Ost- und die Oder als Polens Westgrenze.

Die Ardennenoffensive der deutschen Wehrmacht (16. Dezember 1944 bis Januar 1945) verstärkte seine Bedenken noch, so dass er auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 zu weiteren Zugeständnissen an Stalin bereit war. Dort wurde nicht nur Deutschlands Aufteilung in vier Besatzungszonen beschlossen, sondern auch Europas Teilung in eine westliche und eine sowjetische Einflusssphäre, wie sie bis 1989 Bestand hatte. Churchill musste sich dabei nicht nur mit Stalin, sondern auch mit Roosevelt auseinandersetzen: Dieser war den Sowjets gegenüber sehr viel weniger misstrauisch und glaubte, sie nach dem Krieg in eine wirkliche Friedensordnung einbinden zu können.

Mitten in der Potsdamer Konferenz wurde Churchill als Premier von seinem bisherigen Stellvertreter Clement Attlee abgelöst.

Während der folgenden sechs Jahre war Churchill Oppositionsführer im Unterhaus. Als weltweit geachteter Staatsmann nutzte er diese Zeit, um seinen Einfluss geltend zu machen.

Bereits im Mai 1945 hatte er aus Furcht vor einem weiteren Vormarsch der Roten Armee nach Westeuropa den britischen Generalstab mit der Ausarbeitung von Operation Unthinkable beauftragt, einem Geheimplan für einen Angriff auf die Sowjetunion. Der Plan wurde jedoch fallengelassen.

Nun, nach dem Krieg, unterstützte Churchill Präsident Trumans Eindämmungspolitik(Containment-Politik) gegenüber der Sowjetunion und prägte den Begriff „Eiserner Vorhang“ für die Grenze zwischen Ost- und Westeuropa. Er bestärkte die USA auch darin, ihr bis 1954 bestehendes Monopol auf Atom- und Wasserstoffbomben für offensive, gegen die Sowjetunion gerichtete politische Ziele zu gebrauchen.

Seine berühmten Reden vor der akademischen Jugend in Zürich 1946 und dem Europarat in Straßburg 1949 waren weitblickend. Churchill schlug die Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“ vor, deren erster Schritt die Partnerschaft zwischen Frankreich und der BRD sein müsse. Seine Reden waren mit viel Propaganda gespickt, um die Bevölkerung Westeuropas darüber hinwegzutäuschen, dass dieses Vereinte Europa nur dem Großkapital nützlich ist. Heute ist die EU mit der gemeinsamen Währung Euro daraus geworden. Wir wissen, dass einige europäische Länder stark verschuldet sind und Not leiden, wie z.B. Griechenland.

Bereits 1930 hatte sich Churchill, begeistert von den Ideen des französischen Außenministers Arstide Briand, in der „Saturday Evening Post“ zu dieser Konzeption geäußert.

Jetzt sah Churchill einerseits einen pragmatischen Weg den Hass zwischen den europäischen Völkern abzubauen und den Kontinent zu befrieden. Damit war aber nur Westeuropa gemeint. Anderseits verband er das Kalkül   das infolge zweier Weltkriege verringerte politische Gewicht der europäischen Staaten gegenüber den USA und der Sowjetunion zu stärken. Großbritannien sollte nach seiner Vorstellung jedoch nicht in die neu zu schaffenden europäischen Strukturen eingebunden sein: „Wir haben unsere eigenen Träume. Wir sind bei Europa, aber nicht von ihm. Wir sind verbunden, aber nicht eingeschlossen.“ Offenbar hoffte er, Großbritannien, das damals noch über ein ausgedehntes Kolonialreich verfügte, könne durch einen unabhängigen Kurs mit seinem atlantischen Partner USA auf Augenhöhe bleiben. Grundkonstante seiner Pläne blieb die Idee einer föderalen Union von Nationalstaaten.

Mit Churchill als Spitzenkandidat errangen die Konservativen im Oktober 1951 einen knappen Wahlsieg. Innenpolitisch verlief Churchills zweite Amtszeit unspektakulär. In der Außen- und Kolonialpolitik dagegen musste er mit mehreren von der Vorgängerregierung geerbten Konfliktherden zurechtkommen. Er tat dies als weiterhin überzeugter Verfechter des Britischen Empire und des Kolonialismus.

Er unterstützte die Aktionen des USA-Geheimdienstes CIA, um den demokratisch gewählten iranischen Premierminister Mohamed Mossadegh zu stürzen. Diese Einmischung in die Politik des Iran erfolgte, als das iranische Parlament auf Betreiben von Mossadegh Anfang 1951 die Verstaatlichung der Erdölindustrie des Landes beschloss. Die Erdölindustrie des Iran stand unter britischer Kontrolle.

In Malaya war bereits 1948 eine Rebellion gegen die britische Herrschaft ausgebrochen. Auch in der Kolonie Kenia schwelten Unruhen, die 1952 im Mau-Mau-Krieg mündeten. In beiden Fällen trat Churchill dafür ein, die Aufstände militärisch niederzuschlagen. Anschließend versuchte er aber, für alle Seiten politisch tragbare Lösungen zu finden. Die von ihm initiierten Friedensgespräche mit den Aufständischen in Kenia scheiterten allerdings kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Für die malayischen Sultanate im heutigen Malaysia und für Singapur ließ er 1953 Pläne für die Unabhängigkeit ausarbeiten, die 1957 realisiert wurden.

Nach dem Tod Stalins im März 1953 bot Churchill der Sowjetunion überraschend die Auflösung der Blöcke und Schaffung eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems an. Vermutlich plante Churchill schon damals das, was dann 1989/90 eingetreten ist. Aber die Auflösung der beiden Blöcke hat die Welt instabiler und unsicherer gemacht, anstatt friedlicher.

Im selben Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein großes historisches Werk „Der Zweite Weltkrieg“. Die damals neue Königin Elisabeth II. schlug ihn wegen seiner Verdienste zum Ritter des Hosenbandordens. Den angebotenen Herzogstitel schlug Sir Winston in den Folgejahren mehrfach aus, um weiter für das Unterhaus kandidieren zu können.

Im Juni 1953 erlitt er zum wiederholten Mal einen Schlaganfall, der ihn zeitweilig amtsunfähig machte. Schließlich drängten seine Parteifreunde ihn 1955 zum vorzeitigen Amtsverzicht. Churchill trat im April dieses Jahres zurück, und die Tory-Mehrheit im Unterhaus wählte Anthony Eden zu seinem Nachfolger. Churchill ließ sich 1955 und 1959 noch einmal ins Unterhaus wählen, dem er am Ende mehr als 60 Jahre angehörte. Er trat jedoch nicht mehr als Redner in Erscheinung.

Nach seinem Rücktritt lebte Churchill zurückgezogen noch weitere zehn Jahre. Er starb in seinem 91. Lebensjahr am 24. Januar 1965 – auf den Tag genau 70 Jahre nach dem Tod seines Vaters.

 

 

Zahlen Fakten und einzelne Textpassagen:

Wikipedia

Rollback-Politik

Rollback (englisch, bedeutet „zurückrollen“, „zurückdrängen“) ist der Begriff für die während des Kalten Krieges von den USA bekundete Absicht den Einfluss der westlichen Welt auszuweiten. Der Einfluss der Sowjetunion auf die anderen sozialistischen Staaten sollte beseitigt werden.

Die unter Außenminister der USA John Foster Dulles entwickelte Strategie für das Rollback beruhte auf dem Sputnik-Schock anhaltenden Vertrauen in die nukleare Überlegenheit. Diese Strategie beinhaltete auch die Risikobereitschaft zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Idee des Roll Back entstand aus der Unzufriedenheit mit der Containment-Politik, welche die Entstehung sozialistischer Länder in Europa und Asien nicht aufgehalten hatte.

Das Roll Back wurde nie als zusammenhängende Politik umgesetzt. Das nukleare Patt der beiden Blöcke verhinderte jede direkte Konfrontation. Es kam zwar zu Stellvertreterkriegen in der sogenannte Dritten Welt, doch sorgte das Bestehen der beiden Blöcke für Stabilität.

Unter dem Einfluss konservativer Denkfabriken begann das Roll Back in den1980er Jahren wieder verstärkt die Außenpolitik der USA zu beeinflussen. Als Teil der Reagan-Doktrin wurden antikommunistische Guerilleros mit Waffen versorgt, um linke Regierungen zu destabilisieren und zu stürzen. So wurden die Contras in Nicaragua unterstützt. Als in Angola eine linke Regierung an der Macht war, wurden von den USA deren Gegner unterstützt. Ebenso wurden in Afghanistan die Gegner der damaligen linken Regierung unterstützt. Die islamistischen Kämpfer, einstmals unbedeutend, wurden zu einer großen Macht. Diese richtete sich später gegen ihre Förderer und wir haben heute das Problem des Terrorismus durch radikale Islamisten.Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen näher auf die Geschichte und Politik der genannten Länder einzugehen. Kurz und bündig lässt sich sagen, dass die USA Kriege und Instabilität fördern.

sieh auch Wikipedia

Containment-Politik

Bereits in der Endphase des Zeiten Weltkrieges kam es zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion zu Spannungen betreffs der Entwicklung der europäischen Nachkriegsordnung.

Die Containment-Politik oder Eindämmungspolitik (englisch containment policy) wurde seit 1947 von den USA gegenüber der UdSSR verfolgt und charakterisiert das Auseinanderbrechen der Anti-Hitler-Koalition. Ziel dieser Politik war die Ausbreitung des Sozialismus zu meiden und die sozialistischen Länder zu schwächen.

Wichtiger Bestandteil der Containment-Politik war der Marshallplan um die Westeuropäischen Länder zu stärken. Gleichzeitig wurde mit dem Marshallplan die nachhaltige Zusammenarbeit der westeuropäischen Länder verfolgt.

Auch das Inkrafttreten des Nordatlantikpaktes, also die Gründung der NATO ist als Bestandteil der Containment-Politik zu sehen.

Unter Berufung auf die Truman-Doktrin unterstützten die USA die Royalisten im Griechischen Bürgerkrieg, Südkorea im Koreakrieg und Frankreich im Indochinakrieg.

Die Containment-Politik wurde nicht nur in Verbindung mit Europa praktiziert. Doch außerhalb Europas, in den sogenannten Entwicklungsländern, gab es nicht die Verbindung mit dem enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Wohlstand in Europa gedeiht auf Kosten der sogenannten Entwicklungsländer.

In China hatte die Containment-Politik auch keinen Erfolg. Die Militärdiktatur Chiang Kai-sheks konnte sich auch mit Hilfe der USA nicht an der Macht halten.

Auch aus lateinamerikanischen Ländern kennen wir, dass die USA Diktaturen unterstützen, wenn sie glauben, dass da eine „kommunistische Gefahr“ bestünde, die sie eindämmen müssten.

Die Containment-Politik der Ära Truman fand ihre Fortsetzung (und Radikalisierung) in der Ära Eisenhower und der nach diesem benannten Eisenhower-Doktrin. Das eher defensive Prinzip des Containments wurde dabei zu Gunsten der aggressiveren Rollback-Politik modifiziert. Die 1950er Jahre waren ein Höhepunkt des Kalten Krieges. Containment wurde als zu milde angesehen. Tatsächlich gab es in der Ära Eisenhower eine Mischung zwischen Rollback und Containment.

Siehe auch Wikipedia

Der Wikipedia-Beitrag geht von Expansionsbestreben der Sowjetunion aus. Die USA, selbst imperialistisch, behauptet von sich „antiimperialistisch“ zu sein und lastet dies der Sowjetunion an. Der damalige Sieg des Sozialismus in den osteuropäischen Ländern wird als installiert von der Sowjetunion beschrieben. Die Sowjetunion hatte ungeheuer unter dem II. Weltkrieg gelitten. Es musste gigantische Aufbauarbeit geleistet werden. Wo sollte die Sowjetunion Kraft und Potenzial zur Expansion hernehmen? Expansion war niemals Politik der Sowjetunion.

Truman-Doktrin

Am 12. März 1947 verkündete der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman vor dem US-Kongress die sogenannte Truman-Doktrin. Nach dieser Doktrin sollte es zum außenpolitischen Grundsatz der USA werden „freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen“. Unmittelbares Ziel des Präsidenten war es, Zustimmung zu erhalten für eine Militär- und Wirtschaftshilfe zugunsten der Türkei sowie antikommunistischer Kräfte im Griechischen Bürgerkrieg. Die Truman-Doktrin bedeutete das Ende der amerikanischen Kriegskoalition mit der Sowjetunion und markiert den Beginn des Kalten Krieges.

Harry S. Truman (1945)

Harry S. Truman (1945)

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„Harry S. Truman“ von Frank Gatteri, United States Army Signal Corps –  Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Den Anlass boten die Vorgänge im Iran. Beginnend im August 1941 hatten die Truppen der Kriegskoalition den neutralen Iran gemeinsam besetzt. Damit war ein Korridor für westliche Waffenlieferungen an die Sowjetunion geschaffen worden, die sich im Abwehrkampf gegen den Vernichtungskrieg durch die Nazis befand. Nach dem Krieg war diese gemeinsame Zielsetzung entfallen und es entwickelte sich zwischen USA und Sowjetunion eine macht- und interessenpolitische Konfrontation. Stalin weigerte sich, dem auf der Konferenz von Teheran 1943 gemeinsam gefassten Beschluss Folge zu leisten, mit Kriegsende auch die sowjetischen Truppen aus dem Iran abzuziehen. Der neu geschaffene Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte als erste politische Krise die Irankrise zu bewältigen, Stalin zog schließlich im Mai 1946 seine Truppen ab. Bereits im Oktober 1941 hatte Stalin die kommunistische Tudeh-Partei(Kommunistische Partei des Iran) ins Leben gerufen und die aserbaidschanische und die kurdische Autonomiebewegung unterstützt. Die USA hatten zudem den Wettbewerb um die Konzessionen für die Förderung der iranischen Ölvorkommen gewonnen, während die Sowjetunion eine iranisch-russische Ölgesellschaft mit russischer Mehrheitsbeteiligung forderte. Dass schließlich autonome sowjetfreundliche Satelliten-Republiken ausgerufen wurden, provozierte die Vereinigten Staaten zu einer atomaren Drohung.

Speziell waren in der damaligen Situation die Länder Türkei, Griechenland und Iran, aber im Rückblick auch Deutschland und Österreich gemeint. Griechenland und der Türkei wurde damit angeboten, sich mit amerikanischer Hilfe dem Einfluss durch die Sowjetunion zu widersetzen. Die Türkei stand seit 1945 unter dem Druck der UdSSR, die unter anderem territoriale Forderungen stellte. In Griechenland tobte seit 1946 ein erneuter Bürgerkrieg, und das Vereinigte Königreich sah sich wirtschaftlich nicht mehr allein in der Lage, die konservative griechische Regierung gegen die aus dem antifaschistischen Widerstand hervorgegangene und kommunistisch dominierte Rebellenarmee zu unterstützen. So wurde ein eventueller Weg zum Sozialismus im Keim erstickt.

Die Truman-Doktrin, in der deutlich die Rede von zwei unterschiedlichen Lebensformen war, nämlich einer durch „Freiheit“ und einer durch „Totalitarismus“ charakterisierten, erhob einen universellen Anspruch. Sie stand damit am Anfang einer amerikanischen „Eindämmungspolitik“ (containment policy) gegenüber der UdSSR und bildete damit den Beginn des Kalten Krieges. Das waren wichtige Propaganda-Begriffe des Kalten Krieges, die uns bis heute begleiten.

Auch das US-amerikanische Engagement im Koreakrieg und der Marshallplan wurden mit den Argumenten der Truman-Doktrin begründet. Durch die Truman-Doktrin wurde der außenpolitische Aspekt der Monroe-Doktrin endgültig abgelöst. Sie bildet auch die Rechtfertigung(?!) für die Intervention der USA in innere Konflikte anderer Nationen, etwa im Griechischen Bürgerkrieg, im Koreakrieg oder in Vietnam. Die „Eindämmung“ des „kommunistischen Machtbereichs“ zugunsten der „freien Welt“ weist den USA faktisch die Rolle einer globalen Ordnungsmacht(Weltgendarm) zu – im Gegensatz zur in der Zwischenkriegszeit herrschenden Politik des Isolationismus.

Dieser Anspruch der USA als globale Ordnungsmacht (Weltgendarm) spielt heute noch eine entscheidende Rolle. Heute wird dies mit „Krieg gegen Terror“ begründet.

Einzelne Textpassagen, Ausführliches und der Auszug aus der Rede von Harry S. Truman vom 12. März 1947 vor beiden Häusern des Kongresses, siehe Wikipedia

Marshallplan

Der Marshallplan, offiziell European Recovery Program(Kurz ERP) genannt, war ein großes Wirtschaftswiederaufbauprogramm der USA nach dem Zweiten Weltkrieg, das an den Folgen des Zweiten Weltkrieges leidenden Ländern Westeuropas zugutekam. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren.

Marshallplan-Logo

Marshallplan-Logo

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„US-MarshallPlanAid-Logo“ von U.S. Government – Extracted and converted from PDF version of the USAID Graphic Standards Manual.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Die einzige Großmacht, deren Infrastruktur den Krieg fast unbeschadet überstanden hatte, waren die Vereinigten Staaten. Sie beteiligten sich später mehr als die meisten europäischen Staaten am Krieg (ausgenommen die Sowjetunion)und hatten auf eigenem Territorium nur wenig Schaden erlitten. Die amerikanischen Goldreserven waren noch vorhanden, ebenso die große landwirtschaftliche und industrielle Produktionsbasis. Während der Kriegsjahre hatte das Land, da es für das eigene Militär, für die Verbündeten und auch für den Kriegsgegner produzierte, das schnellste Wirtschaftswachstum seiner Geschichte. Nach dem Krieg stellten die Fabriken die Produktion schnell auf Konsumgüter um, der Mangel der Kriegsjahre wurde durch einen Boom bei den Konsumgüterausgaben abgelöst. Trotzdem hing die Langzeitentwicklung der Wirtschaft am Handel, um durch den Export dauerhaften Wohlstand zu sichern. Mit den Geldern des Marshallplans konnten die Europäer Güter und Rohstoffe aus den Vereinigten Staaten kaufen.

Das 12.4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 03. April 1948 vom Kongress der USA verabschiedet und am selben Tag von Präsident Harry S. Truman in Kraft gesetzt. Es sollte vier Jahre dauern. (1948-1952)

Das Programm wurde nach dem US-Außenminister George C. Marshall (Amtszeit 1947–1949) benannt, auf dessen Initiative es zurückgeht. Ausgearbeitet wurde es im US-amerikanischen Außenministerium, vor allem von Staatssekretär William L. Clayton und George F. Kennan, dem Leiter des Planungsstabes.

Im Bewusstsein der Bevölkerung Westeuropas und in den alten Bundesländern Deutschlands ist der Marshallplan als riesiges Hilfsprogramm der USA im Bewusstsein verankert. Doch diese Hilfe der USA war nicht uneigennützig. Es ging auch um die Schaffung eines Absatzmarktes für US-amerikanische Überproduktion. Der Hauptgrund dieses gigantischen Plans war die Eindämmung der Sowjetunion und des Sozialismus(Containment-Politik).

Der Plan wurde ab Mai 1947 entwickelt, um die Konferenzteilnehmer im April 1948 einzuberufen und eine „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa“(OEEC)zu gründen. Die osteuropäischen Staaten waren ebenfalls eingeladen. Die Sowjetunion und die anderen osteuropäischen Staaten zogen sich bald darauf zurück, denn die Annahme der Marshallplanhilfe hätte schon damals das Ende des Sozialismus in ihren Ländern bedeutet.

Als das Programm auslief, war die Wirtschaft aller Teilnehmerstaaten, ausgenommen der BRD stärker, als vor dem Krieg. Während der nächsten Jahrzehnte kam es in Westeuropa zu einem nie da gewesenen Wohlstand.

Zu diesem Aufschwung trug der Marshallplan in nicht unbedeutendem, aber auch nicht in starkem Maße bei.

Die Hilfsgelder machten weniger als drei Prozent des Nationaleinkommens der 16 unterstützten Länder aus.

Der Marshallplan gilt auch als der erste Schritt zur europäischen Integration, diese galt 1990 zunächst nur für Westeuropa. Die Gründung einer gemeinsamen Institution (der OEEC) war eine Voraussetzung dafür, dass Zollbarrieren abgebaut wurden. Eine beabsichtigte Konsequenz war die systematische Übernahme des amerikanischen Führungsstiles in Unternehmen.

Nach dem Krieg war das Ansehen der Kommunistischen Parteien auch in einigen Staaten Westeuropas populär. Sowohl in Frankreich als auch in Italien brachte die Armut der Nachkriegsära den kommunistischen Parteien, die auch eine wichtige Rolle in den Widerstandsbewegungen während des Krieges gespielt hatten, neuen Zulauf. Die Parteien erzielten in den Wahlen bedeutende Erfolge; in Frankreich wurde die Kommunistische Partei stärkste Kraft. Obwohl die Möglichkeit, dass Frankreich und Italien sozialistisch hätten werden können, heute von Historikern als gering angesehen wird, sahen einige Politiker der Westmächte darin eine reale Bedrohung. Die amerikanische Regierung unter Truman wurde sich 1946 dieser Entwicklung bewusst. Der Versuch, durch den Marshallplan einige osteuropäische Staaten dem kommunistischen Einfluss entziehen zu können, gelang nicht.

Schon vor Beginn des Marshallplanes investierten die Vereinigten Staaten viel Geld, 1945–1947 geschätzte neun Milliarden Dollar, für den Wiederaufbau Europas. Die gerade erst gegründeten Vereinten Nationen begannen ebenfalls mit humanitären Maßnahmen, die fast vollständig von den USA bezahlt wurden. Diese Anstrengungen hatten wichtige Effekte, ihnen fehlte aber eine zentrale Organisation und Planung und sie entsprachen nicht den wirklichen Bedürfnissen Europas. Die Bedürfnisse Europas waren der Wiederaufbau der Infrastruktur und die Entwicklung der Wirtschaft.

Zunächst gab es andere Pläne für den Wiederaufbau Europas und Deutschlands. So z. B. die Deindustrialisierung Deutschlands, damit Deutschland nicht mehr in der Lage sein würde einen Krieg zu führen.(Morgenthau-Plan, benannt nach dem damaligen USA-Finanzminister)

Die Entscheidung Westeuropa einschließlich Westdeutschlands, bzw. der BRD zu unterstützen war der beginnende Kalte Krieg.

Nachdem die Details des Marshallplanes auf mehreren Konferenzen besprochen worden waren, wurde das Marshallplan-Gesetz („Foreign Assistance Act of 1948“) am 3. April 1948 von Präsident Truman unterzeichnet. Zur Koordinierung der Finanzhilfen gründeten am 16. April 1948 zunächst 16 europäische Länder den Ausschuss für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC), den Vorläufer der heutigen OECD. Die USA garantierten diesen Ländern im Rahmen des Europäischen Wiederaufbauprogramms (ERP)bis zum Jahr 1952 finanzielle Unterstützung. Begleitet wurde dieses Programm von einer Propagandakampagne für die Bevölkerung der beteiligten Staaten. Zur Verwaltung der Hilfsgelder wurde 1948 die ECA gegründet, die ab 1951 durch die MSA ersetzt wurde. Am 30. Oktober 1949 trat auch die BRD der OEEC bei.

Nach dem Bruch Jugoslawiens mit der Sowjetunion im Sommer 1948 unterstützten die USA das Land mit Hilfslieferungen und großzügigen Krediten. Die erste von mehreren Hilfslieferungen im Rahmen des Marshallplans für Jugoslawien erfolgte am 23. November 1950 nach Belgrad.

Die Länder hatten allerdings auch Verpflichtungen einzugehen. Die jeweiligen Staatsfinanzen mussten – zum Beispiel durch Währungsreformen – stabilisiert werden.

Einzelne Textpassagen, Zahlen und Fakten

Wikipedia

Fulton-Rede von Winston Churchill

Die Rede von Winston Churchill im Westminster College in Fulton(US-Staat Missouri)vom 05. März 1946 ist als Fulton-Rede in die Geschichte eingegangen.

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Winston Churchill

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Winston Churchill war zu dieser Zeit nicht mehr Premierminister Großbritanniens. Im Juli 1945 hatten die Konservativen die Unterhauswahlen verloren. Churchill war nun Oppositionsführer geworden. Außerhalb Großbritanniens verstand man die Abwahl Churchills nicht. Sein Name war mit dem Standhalten Großbritanniens nach der Vertreibung seiner Armee vom Kontinent im Frühjahr 1940 verbunden und mit dem Triumph über Nazideutschland. Indessen bewerteten die britischen Wähler nicht dieses Verdienst. Sie fragten, unter wessen Führung die Folgelasten des Krieges nicht – oder doch weniger – auf sie abgewälzt werden würden.

Churchill interessierte sich für die Gestaltung der Nachkriegswelt. Beunruhigt hatte ihn das wachsende Ansehen der Sowjetunion kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges. Die Anti-Hitler-Koalition verstand Churchill als Unterbrechung der geschichtlichen Auseinandersetzung, die 1917 begonnen hatte.

Warum haben die Reaktionäre der USA Churchill vorgeschickt?

Der Verrat am Alliiertenbündnis, das Abwerfen der Verpflichtungen und der abgelegten Schwüre waren und bleiben eine Schande. In diesem Fall war aber die Sache noch schlimmer. In seiner letzten Botschaft an den Kongress (März 1945) mahnte Präsident Roosevelt: Von einer gewissenhaften Einhaltung der Vereinbarungen von Teheran und Jalta hängen „die Geschicke der Vereinigten Staaten und der ganzen Welt für Generationen voraus“ ab. „Hier haben die Amerikaner keinen Zwischenweg“, betonte er. „Wir müssen die Verantwortung für die internationale Zusammenarbeit übernehmen, widrigenfalls würden wir Verantwortung für einen neuen globalen Konflikt tragen.“

Ein Jahr nach der Mahnung seines Vorgängers war Harry S. Truman nicht sicher, wie die öffentliche Meinung auf das Ende der Anti-Hitler-Koalition reagieren würde. Hinsichtlich des Bruchs mit der UdSSR war man sich auch innerhalb der Administration, der Generalität und des Kongresses uneinig.

So brauchte Truman Hilfe von außen, um seine politischen Ziele durchzusetzen. Neben dem von der Zeit geprüften Russenhass Churchills fühlte sich der USA-Präsident von einem erlesenen Zynismus des britischen Ex-Premiers angezogen, den Roosevelts Verteidigungsminister Stimson als „die zügelloseste Abart des aus dem Konzept bringenden Randals“ beschrieb. Für Churchill sprach in Trumans Augen auch die Tatsache, dass während des Krieges niemand mehr als Churchill unternommen hatte, um das militärische Zusammenwirken der Westmächte mit der Sowjetunion auszuhöhlen, eine reale Koordinierung von Handlungen der Streitkräfte der drei Mächte zu verhindern, die Eröffnung der Zweiten Front in den Jahren 1942 und 1943 zu torpedieren. Und das tat er, um den Krieg damit in die Länge zu ziehen und mit einer himmlischen Ruhe zuzusehen, wie die Deutschen und die Russen in den erbitterten Kämpfen gegenseitig entkräften. In dieser Hinsicht entsprach die Konzeption des britischen Premiers der Position Trumans, der im Juni 1941 gesagt hat: „Gewinnen die Deutschen, so soll den Russen geholfen werden, gewinnen aber die Russen, so soll man den Deutschen helfen – mögen sie einander umso mehr umbringen.“

Die Philosophie des Kalten Krieges reifte schon während des zweiten Weltkrieges heran, wobei Churchill eine wichtige Rolle spielte.

Churchill trat als Privatmann auf, als er die historische Rede in Fulton hielt. Seine Rede wurde weltbekannt, da sie im Rundfunk übertragen wurde.

Er begann mit einem wortreichen Friedensbekenntnis und malte das Bild von einer im Wohlstand lebenden Welt aus. Er verlor kein Wort über die Anstrengungen europäischer Mächte ihre asiatischen und afrikanischen Kolonialreiche zu behaupten. Ohne die UdSSR namentlich zu nennen sprach er von der Notwendigkeit der militärischen Überlegenheit(Besitz der Atombombe), um gegen kommunistische und neofaschistische Expansionen gesichert zu sein. Die UdSSR war zerstört und mit Wiederaufbau beschäftigt. Da war weder Raum noch Sinn für eine Expansion. Bereits hier wurden absurde Behauptungen aufgestellt und Kommunisten und Faschisten gleichgesetzt. Churchill malte eine Kriegsgefahr aus welche die Vereinten Nationen, zusammengeschlossen mit den USA und Großbritannien abwenden sollte, da die Gefahr der Tyrannei im Raum stehen würde. Bereits hier wurde die Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus als Tyrannei geprägt. Als ihren Ausgangspunkt benannte Churchill Moskau und die Bestrebungen der kommunistischen Parteien in vielen Ländern, einer angeblichen „fünften Kolonne“ . Dieser Ausdruck ist auch bis heute noch in der antikommunistischen Propaganda und offiziellen Geschichtsschreibung geläufig. Die meist zitierten Worte seiner Rede sind: „Von Stettin an der Ostsee bis hinunter nach Triest an der Adria ist ein ›Eiserner Vorhang‹ über den Kontinent gezogen. Hinter jener Linie liegen alle Hauptstädte der alten Staaten Zentral- und Osteuropas, Warschau, Berlin, Prag, Wien, Budapest, Belgrad, Bukarest und Sofia. Alle jene berühmten Städte liegen in der Sowjetsphäre, und alle sind sie in dieser oder jener Form nicht nur dem sowjetrussischen Einfluss ausgesetzt, sondern auch in ständig zunehmendem Maße der Moskauer Kontrolle unterworfen.“ Der Begriff „eiserner Vorhang“ hat sich tief ins Bewusstsein großer Teile der Weltbevölkerung eingeprägt. Dieser Begriff ist ein wichtiges Element der offiziellen Geschichtsschreibung und der antikommunistischen Propaganda. Der Begriff „eiserner Vorhang“ wurde bereits vom Propagandaminister des faschistischen Deutschlands Joseph Goebbels geprägt. Ob Winston Churchill den Begriff von Joseph Goebbels übernommen hatte oder neu erfunden hat, sei dahingestellt.

Der Auftritt Winston Churchills gilt als Eröffnung des Kalten Krieges. Doch diese Konzepte sind schon älter. Es brauchte auch Zeit, bis diese Politik durchgesetzt werden konnte. Als Churchill sprach, fand in Nürnberg der von den vier Kriegsalliierten geführte Prozess gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher statt, und in Berlin setzte der Alliierte Kontrollrat seine Arbeit noch fort.

Fakten und Zahlen und einzelne Textpassagen, sowie Ausführlicheres siehe Links.

Links:

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